Ein Jahr im Verzug

Golfanlage auf der ehemaligen Zeche Amalia wächst langsam

„Wir sind fleißig“. Bauleiter Heinrich Rogmann ist zuversichtlich. Denn nach langen Monaten tut sich derzeit viel auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Amalia in Werne. 

Zur Erinnerung: Hier soll eine kleinere neue Golfanlage für den Bochumer Norden und Osten entstehen, mit neun Löchern (der Golfplatz in Stiepel hat achtzehn), einer „Driving Range“, auf der jedermann Abschläge und Schwünge üben kann, sowie eine Gastronomie. 

Erdarbeiten laufen noch

„Wir sind aber im Moment immer noch in der zweiten Hälfte der Erdarbeiten“, sagt Heinrich Rogmann. Es muss halt eine Menge Erdreich bewegt werden, um einen vernünftigen Golfplatz hinzubekommen. Damit fertig sein will man im nächsten Jahr, vielleicht im Spätsommer, vielleicht aber auch erst zum Jahresende.    

Sind die Erdarbeiten abgeschlossen, werden Grüns und Abschläge angelegt. „Und dann hoffen wir mal, dass wir im nächsten Jahr den Hochbau hochbekommen“, sagt Heinrich Rogmann, „wir sind zufrieden, aber im Zeitplan liegen wir schon lange nicht mehr, Corona und der Ukraine-Krieg sind auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen. Wir hinken ein Jahr hinterher. Allerdings ist der Zeitverzug auch unser einziges Problem.“

Angebote für alle

Mit den Anwohnern, sagt Rogmann, sei mittlerweile alles in Ordnung. „Wir bekommen hier sehr viele Schulterklopfer, weil viele Leute sehen, wie es hier wächst“, schmunzelt er. 

Die Driving Range, die Fußballgolf-Anlage und die Gastronomie können, wenn fertig, von allen genutzt werden. Für den eigentlichen Golfplatz braucht man, wie auf allen Plätzen dieser Welt, eine entsprechende Platzreife.

In den umliegenden Parkanlagen wird schon spazieren gegangen, es sind eigens Mülleimer aufgestellt worden. „Da haben wir nichts dagegen“, so Rogmann, „so lange alles ordnungsgemäß genutzt wird.“ Heinrich Rogmann freut sich über die Flaneure. „Wer heute hier spazieren geht“, ist er sich sicher, „kommt im nächsten Jahr einen Kaffee trinken.“  

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