Golfplatz am Harpener Hellweg

Ex-BVB Greenkeeper Heinrich Rogmann erfüllt sich Lebenstraum in Werne

Noch staubt es kräftig, wenn Heinrich Rogmann am Harpener Hellweg in seinem Bulldozer sitzt und Erdberge zusammenschiebt oder Golfbahnen planiert.

Hunderte LKW mit Erde hat er seit Beginn 2019 ankarren lassen, um die Golfbahnlandschaft entstehen zu lassen. Nach zwei Jahren Bauzeit kann man nun erste Landschaftseindrücke und auch Golfbahnen erkennen.

Bis der erste Abschlag auf der Neun-Loch-Anlage gemacht werden kann, wird es aber noch dauern. „Wir haben keine Eile. Ich rechne damit, dass wir hier etwa in zwei Jahren fertig sind“, erzählt der braungebrannte Golfplatzbauer. Neben den neun Golflöchern wird es auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Amalia auch noch Fußballgolf, einen Fun-Fußball-Park und ein Restaurant geben. „Außerdem wird ein zwei Kilometer langer Rundwanderweg um den Golfplatz gebaut. Studenten der Ruhr-Universität planen außerdem die Bepflanzung der gesamten Anlage“, sagt Rogmann.

Fußballbundesliga war Spielwiese

Für den 52-Jährigen ist der Golfplatz in Bochum ein Herzensprojekt. „Ich verwirkliche hier einen Traum“, erzählt der gelernte Garten- und Landschaftsbauer. Sein Geld hat der Inhaber einer Rasensaatgutfirma früher in der Fußballbundesliga verdient. In den 1990er und frühen 2000er Jahren war er beim BVB der Herr über alle Plätze, hat danach noch für Köln und Mönchengladbach gearbeitet. Nach wie vor ist er in der Fußballszene gut vernetzt. Ein echter Greenkeeper und Rasenpapst eben, der selbst auch Golf spielt. Handicap 54.

Gastronomie für das nächste Jahr geplant

Nachdem bereits erste Bäume gepflanzt und auch ein Teich angelegt worden ist, soll noch in diesem Sommer der erste Rasen eingesät werden. Die Planungen für die Gastronomie sind ebenfalls auf der Zielgeraden. „Anfangen wollen wir damit aber erst im nächsten Jahr. Vielleicht haben sich die Baupreise bis dahin wieder etwas normalisiert“, schmunzelt der Rheinländer entspannt. Genug Arbeit gibt es ohnehin noch. Die Stadt Bochum hat dem Golfplatzmacher erst vor kurzem noch weitere Flächen verpachtet. Auf diesen muss jetzt zunächst mal wieder reichlich Erde bewegt werden.

Heinrich Rogmann und sein Team sind jetzt seit 2019 dabei, die Fläche umzuwandeln. Das gesamte Projekt „Golfplatz Amalia“ hat aber in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Es läuft nun bereits seit 15 Jahren. 2006 ist der Bebauungsplan dafür gemacht worden. Danach sind einige Investoren an dem Projekt gescheitert. Heinrich Rogmann scheint es jetzt durchzuziehen.

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