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Begonnen hat alles
mit gebrauchten Möbeln

30 Jahre Zauberkasten

Es war ein Experiment, ein Abenteuer – aber es hat sich gelohnt. Vor genau 30 Jahren öffnete im Gerther Kulturmagazin der Zauberkasten. Für das Macher-Paar Angelika und Robinson war das nicht immer ein Zuckerschlecken, vor allem in finanzieller Hinsicht. 

Am Anfang stand eigentlich nur ein Rohbau. „Wir haben hier fast alles in Eigenarbeit auf die Beine gestellt“, erzählt Angelika, „und immer nur etwas angeschafft, wenn wieder Geld reingekommen ist. Begonnen haben wir mit gebrauchten Stühlen und Tischen, die Bühne haben wir mit der Hilfe von Freunden gebaut und gebrauchte Technik installiert.“

Viele Highlights in drei Jahrzehnten

Im Laufe der Jahre aber wuchs der Zauberkasten zu dem, was er heute ist: Ein starkes Stück Bochumer Norden, mit angeschlossenem Puzzle-Museum und rund 50 Kindergeburtstagen im Jahr. 

„Wir hatten das Glück, das Robinson vor der Corona-Pandemie Rentner geworden ist und ich während Corona, sonst hätte es böse ausgesehen“, sagt Angelika, während dessen sie den Vorverkauf managt, „wir wussten gar nicht mehr, wie das ist, wenn man regelmäßig Geld bekommt.“  

Tauschen mit ihrem vorherigen Leben aber will sie nicht. Eigentlich ist sie gelernte Bankkauffrau. „Wir hatten hier viele Highlights in den letzten 30 Jahren, Doppelvorstellungen bis morgens um zwei, Mario Barth hat hier sein erstes Soloprogramm gezeigt, Esther Münch spielt hier schon jahrelang und ist bis ins nächste Frühling hinein ausverkauft. Viele bekannte Künstler machen hier ihre Vorpremieren zu neuen Programmen – und die Leute kommen hier zu uns, um zu erleben, wie so ein Programm entsteht.“

Was aber den Zauberkasten auszeichnet, ist noch etwas anderes: „Wir kümmern uns um alle, die Menschen wollen persönliche Beratung. Das gehört bei uns dazu. Wenn ein Auftritt mal wegen Krankheit ausfällt, werden alle Gäste persönlich angerufen.“

Jubiläumsfeier mit Stars

Kein Wunder, dass zur Jubiläumsfeier am 13. November denn auch Stars wie Bernard Hoecker kamen, der dem Zauberkasten in Gerthe schon seit Jahrzehnten verbunden ist. „Bei einem neuen Programm von Bernard sind wir die ersten, die das sehen“, erzählt Angelika, „wir kannten den erst gar nicht, weil wir so gut wie nie Fernsehen gucken. Aber die Künstler kommen immer gern alle wieder.“

Sie müssen nur eins bedenken: Die Leute kommen zum Lachen in den Zauberkasten, auch politisches Kabarett muss hier lustig sein. 

Aber auch das ist harte Arbeit. „Man braucht immer eine gesunde Rücklage für so etwas, einen langen Atem – und wie viele Stunden das in Anspruch nimmt, möchte ich eigentlich gar nicht wissen“, sagt Angelika, Moderatorin, Kartenverkäuferin und alles andere irgendwie auch – und lacht.

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