VBW spart auch in den eigenen Büros

„Energiesprong“ soll Heizkosten senken und CO-2 einsparen

Alle reden über den Klimawandel und steigende Energie- und Heizkosten. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft VBW geht dabei schon länger einen besonderen Weg.

„Energiesprong“ heißt das Konzept, das ursprünglich aus den Niederlanden stammt. Dabei werden komplette Fassadenteile an bestehende Gebäude angebaut, die nicht nur dämmen, sondern auch in die Jahre gekommene Mietshäuser wieder schick machen. 

18 zusätzliche Wohnungen werden klimafit gemacht

Im Moment läuft das zweite Projekt für eine Siedlung an der Wichernstraße in Bochum-Grumme. 18 Wohnungen, gebaut im Jahr 1965, dort werden noch in diesem Jahr von der neuen Technik profitieren. Die Bauteile werden einfach per Kran an die Fassaden gebracht und dort befestigt.

So sollen dann nicht nur die Energiekosten gesenkt, sondern gleichzeitig 54 Tonnen CO2 eingespart werden. Risse im Außenputz werden – sofern notwendig – gleichzeitig abgedichtet. Und auch für heiße Sommer wird vorgesorgt. Es wird ein außenliegender Sonnenschutz durch elektrisch steuerbare Rollläden in allen Wohnungsfenstern installiert.

Dazu werden die Treppenhäuser saniert und neue Wohneingangstüren eingebaut, damit Wärme und Kühle im Sommer im Haus beziehungsweise in der Wohnung bleiben. Auf die Dächer kommt noch eine Photovoltaik-Anlage, und weil man gerade dabei ist, werden auch noch Elektrik- und Heizanlage neu gemacht. 

Während des Sommers Heizungsanlagen optimiert

Das soll aber nicht alles sein. Die VBW, Bochums größter Wohnraumversorger, hatte während des Sommers die Heizungsanlagen optimiert und wichtige Instandhaltungen vorgenommen. Marco Biewald, Abteilungsleiter des Kundenmanagements: „Wir sind all unsere Quartiere abgefahren und haben in gemeinsamer Zusammenarbeit mit unseren Handwerksdienstleistern dafür gesorgt, dass die gasbetriebenen Heizungsanlagen optimiert werden.“ 

Konkret heißt das: Das allgemeine Temperaturniveau der Heizungsanlagen wurde um ca. 2 °C reduziert, der Zeitraum der Nachtabsenkung wurde um 2,5 Stunden verlängert. Die Nachtabsenkung beginnt um 22:00 Uhr nachts und endet um 06:00 Uhr morgens. Während dieses Zeitraums ist die Vorlauftemperatur der Heizungen niedriger. Heizkörper außerhalb der Wohnungen, beispielsweise in Treppenhäusern und Keller- sowie Trockenräumen, wurden komplett außer Funktion genommen 

Der Effekt dieser Maßnahmen, die ohne einen Eingriff in die Warmwasseraufbereitung auskommen, sei, dass rund 12 % weniger Energie verbraucht würden, so die VBW. 

Mitarbeiter geschult

Nicht nur extern, sondern auch intern wurde überlegt, wie weiterhin Energie innerhalb der Verwaltungsgebäude eingespart werden kann. Alle Mitarbeiter der VBW werden deshalb zur Auffrischung geschult, wie richtiges und effektives Lüften funktioniert und wie am eigenen PC-Arbeitsplatz wertvolle Energie eingespart werden kann.

„Es ist wichtig, dass wir selbst Energie einsparen und auch weiterhin nach Potenzialen suchen – auch während der Heizperiode. Nur zusammen mit unseren Kund*innen können wir diese Gaskrise meistern“, sagt Biewald mit Blick auf die kommende, kalte Jahreszeit. 

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