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Doppelte Generalprobe
gegen Luton Town FC

Trikots, Tore, Fußballwunder zu 175 Jahre VfL Bochum

Sollte sich nach Klassenerhalt und Platzsturm jemand Sorgen um den Rasen im Vonovia-Ruhrstadion gemacht haben – es war doch nicht so schlimm wie gedacht. Auch wenn sich ein paar Bochumer Fans ein Stückchen Erinnerung an eine der verrücktesten Bundesliga-Spielzeiten der VfL-Geschichte herausgeschnitten hatten.

Nach den ersten fünf, sechs Spielen in der abgelaufenen Saison hatte niemand mehr auch nur einen Pfifferling auf den VfL Bochum gesetzt. Trotzdem schaffte es die Mannschaft nach einem Trainerwechsel zu Thomas Letsch aus dem Keller und geht jetzt in die dritte Bundesliga-Spielzeit hintereinander. Und das auf dem alten Rasen.

Eine komplette Erneuerung war nicht notwendig. Nur rund 300 Quadratmeter mussten ersetzt werden, kein Problem im Rahmen der üblichen Sommer-Renovierung, so der VfL. Das könnte nach drei Grönemeyer-Konzerten im Stadion im Sommer 2024 anders aussehen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Saisoneröffnung eine Woche vor Pflichtspiel-Start

Jetzt steht erst einmal die Saisoneröffnung des VfL Bochum auf dem Plan: Am 5. August, eine Woche vor dem Pflichtspielstart, der ersten Pokalrunde bei Arminia Bielefeld, testet der VfL im Ruhrstadion gegen Premier-League-Aufsteiger Luton Town FC. Und das gleich zweimal hintereinander über die volle Spielzeit.

Im internen Vereinsjargon hat man diesen Modus schon scherzhaft „90-60-90“ genannt: die 60 in der Mitte bedeutet eine Stunde Pause. Anstoß ist um 13.30 Uhr und um 16.15 Uhr. Eine doppelte Generalprobe also. Einen Tag später, am 6. August, steigt dann ab 13 Uhr die große Autogrammstunde – immer ein Highlight der Saisoneröffnung.

Ausstellung im Stadtarchiv

Das Familienfest wird wegen der 175-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten in den September verlegt. Der Monat September steht dann ganz im Zeichen des Jubiläums. Am 7. September eröffnen der VfL zusammen mit der Stadt Bochum die Ausstellung „175 Jahre VfL – Trikots, Tore, Fußballwunder“. Gezeigt werden Exponate aus der gesamten Vereinsgeschichte – von der Gründungszeit bis in die Gegenwart. Blau-weiße Fans haben die Möglichkeit, die Ausstellung ab dem 8. September kostenfrei im Stadtarchiv zu besuchen. Sechs Monate lang wird diese in der Bochumer Innenstadt eine Heimat finden.

Nur einen Tag später, am 9. September, können VfL-Fans das 175-jährige Jubiläum am Vonovia Ruhrstadion weiterfeiern. Der VfL lädt zu einem großen Familien- und Mitmachtag „anne Castroper“ ein. Nicht nur die Fußballabteilung, sondern der Gesamtverein des VfL mit allen anderen Sportarten ist dabei eingebunden.

In bewährter Manier wird jede Menge Abwechslung geboten: Neben verschiedenen Eventmodulen und Mitmach-Aktionen wartet auch ein buntes Bühnenprogramm auf die blau-weiße Anhängerschaft. Die Kugel rollt natürlich auch an diesem Tag. Für das fußballerische Highlight im Vonovia Ruhrstadion sorgt das Spiel der VfL-Legenden gegen eine Ü40-Stadtauswahl. Damit soll die tiefe Verbundenheit von Stadt und Verein hervorgehoben werden. Geplant ist das Spiel um 15.30 Uhr.

Schweres Programm zum Bundesligaauftakt

Bis dahin wird der VfL Bochum hoffentlich schon seine ersten Punkte auf dem Konto haben. Der Auftakt ist schwierig – und noch schwieriger geht es weiter. Das erste Spiel der Bundesliga-Saison 2023/24 findet in Stuttgart (19.8.) statt, ein Team, gegen das der VfL in der vergangenen Spielzeit zweimal verloren hat.

Der VfL hofft auf seine Fans – für die Fahrt nach Schwaben ist der größte Sonderzug der Bochumer Fangeschichte geplant. Dann kommt eine Woche später schon der BVB ins Vonovia-Ruhrstadion, ein Derby am zweiten Spieltag. Weiter geht es mit Augsburg (2.9.), Frankfurt (16.9.) und Bayern (23.9.)

Womit wir beim Sportlichen wären. Da ist eins sicher: Die Mannschaft geht stärker in diese Saison als in die letzte. Wichtige Leistungsträger wie der Ukrainer Ivan Ordets konnten gehalten werden, dazu sind gezielte Verstärkungen gekommen.

Trainer Thomas Letsch war während der Vorbereitung, auch wenn nicht immer alles klappte, zum Beispiel gab es in Verl gegen den dortigen Drittligisten eine verdiente Niederlage, vor allem mit der Einstellung seiner Mannschaft hochzufrieden. „Die Mannschaft zieht super mit. Da gibt es kein Murren, die machen, die pushen sich gegenseitig hoch. Wir wissen, dass wir die Grundlagen für eine lange Saison legen müssen“, sagte er in einem Interview mit Radio Bochum, „es sind die Youngster und die Oldies, wir brauchen alle.“

Worte, die man an der „Castroper“ gerne hört.

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