Große Ausstellung zur Gerther Geschichte

Gerther Treff: Über gute, alte Zeiten reden

Gerthe hat Geschichte. Und das soll man auch sehen. Nicht nur an der Bude am Marktplatz. Die historischen Fotos dort erfreuen sich großer Beliebtheit, sind immer wieder ein Grund, stehen zu bleiben und zu reden.

„Wir wollen ja Menschen zusammenbringen und zusammen quatschen“, sagt Marion Kensy vom Gerther Treff. Und worüber lässt sich am besten reden als über die guten alten Zeiten?

Ausstellung an Himmelfahrt

Deswegen ist jetzt vom Verein eine große Ausstellung zur Gerther Geschichte geplant: „Gerthe Historisch (Von der Steinzeit bis heute)“ heißt es am Himmelfahrtswochende (27. Und 28. Mai). Dann soll in der Christopherus-Schule das Leben in Gerthe und Umgebung gezeigt werden, so wie es früher war. Zu sehen sein soll die komplette Geschichte – vom Anbeginn der Zeit, vom Ursprung Gerthes, mit Bildern des in der Nähe der Hiltroper Landwehr entdeckten jungsteinzeitlichen Langhauses bis heute. Dazwischen liegen naturgemäß die Jahrhunderte als Ackerdörfchen über die Epoche der Groß-Zechen bis hin zur Nachkriegszeit.  

„Zu sehen sein wird aber auch der Bau des Schulzentrums, das jetzt ja schon wieder umgebaut wird“, lacht Marion Kensy. „In der Aula der Christopherus-Schule kann man dann einfach rundlaufen durch die Gerther Geschichte.“ 

„Weiße noch …?“

Es sollen Filme in Endlosschleife gezeigt werden – und das ganz normale Leben der ganz normalen Menschen im Stadtteil. „Wir wollen den „weißte-noch?“-Effekt. Früher hatte halt nicht jeder ein Badezimmer im Haus, wir zeigen die ersten Kinderzimmer oder die Zinkwanne, in der die Kinder früher gebadet wurden,“ so Kensy. „Für uns ist das aber auch ein Experiment, wir haben zwar einen Förderantrag bei Bochum Marketing gestellt, gehen bei vielen Dingen aber auch in finanzielle Vorlage. Da ist viel Eigenleistung gefragt.“

Die Ausstellung Ende Mai ist der dritte Versuch, zweimal schon musste abgesagt werden. Von den Gerthern kam viel Hilfe: „Ein Herr hat uns mit Bildern der letzten Straßenbahnfahrt durch Gerthe-Mitte versorgt, ein Schaffner der letzten Tour macht mit, der hatte noch die alte Uniform, Fahrkarten und den Wechselgeld-Drücker.“ Das soll alles gezeigt und davon erzählt werden. 

„Das wird ganz bestimmt keine perfekte Ausstellung“, sagt Marion Kensy, „aber wir wollen Begegnung – und vielleicht macht auch das gerade den Charme aus.“ 

Und noch werden „alte Schätzchen“ gesucht. Wer noch Fotos in seiner Bilderkiste findet und sie für die Ausstellung zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei Marion Kensy melden: Tel.: 0176-31597944, E-Mail: gerthertreff@gmail.com

Geöffnet ist die Ausstellung am 27. und 28. Mai, jeweils von 10-18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Schule ist barrierefrei.

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