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Drei Jahrzehnte Transplantationsmedizin

Aufklärungskampagne zur Organspende

„Nächstenliebe sichtbar machen.“ so lautet der Titel einer Kampagne, die anlässlich der Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen des Transplantationszentrum am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum vorgestellt wurde.

Drei Jahrzehnte Transplantationsmedizin wurden während eines Empfangs gefeiert und reflektiert. Prof. Richard Viebahn, Leiter des Transplantationszentrums KKH, warf mit den Anwesenden einen Blick auf die Anfänge des Zentrums im Jahre 1993. Im ersten Jahr waren es ganze drei Transplantationen, im Folgejahr bereits 31 – insgesamt wurden in den vergangenen 30 Jahren fast 3000 Organverpflanzungen vorgenommen. 

Zu wenig Organspenden

Die Zahl der Organspenden ist hierzulande allerdings immer noch viel zu gering. Aktuell warten immer noch rund 8500 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Wer in Deutschland eine Niere braucht, wartet im Schnitt rund acht Jahre auf ein Spenderorgan – deutlich länger als in anderen europäischen Ländern. Für die Betroffenen und Angehörigen eine extreme Belastung.

Für die meisten wird das Thema Organspende erst relevant, wenn Sie selbst oder jemand aus dem nahen Umfeld damit in Berührung kommt. Zudem wird mit einer Organspende der Tod eines Menschen verbunden. Dies ist aber nur eine Option. Neben der postmortalen Spende besteht auch die Möglichkeit einer Lebendspende – insbesondere bei Nieren und Leberlappen gängige Praxis. Deswegen sei es wichtig, so Prof. Viebahn, die Aufklärungsarbeit zu intensivieren, zu informieren, Ängste zu nehmen und das Thema in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen – damit die Bereitschaft, Organe zu spenden, selbstverständlicher wird. Mit seiner Kampagne „Nächstenliebe sichtbar machen.“ will das Knappschaftskrankenhaus mit dazu beitragen, das Thema mehr in den Fokus zu rücken.

Auf der Webseite www.naechstenliebesichtbarmachen.de wird umfassend rund um die Lebendspende und die postmortale Spende informiert. 


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