Positive Signale von NRW-Bauministerin

Waldbühne: Ina Scharrenbach nahm Spielstätte im Südpark in Augenschein

Es tut sich etwas in Sachen Waldbühne. Am 9. Februar besuchte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach den beliebten Spielort im Wattenscheider Süden und verließ den Südpark mit positiven Signalen. „Es geht nichts über die eigenen Eindrücke“, so die Ministerin bei der Besichtigung.

Der Wattenscheider Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel hatte das Treffen mit der Ministerin und Vertretern der Verwaltungsspitze arrangiert. Yüksel verwies bei seinen kurz gehaltenen Begrüßungsworten auf die „Wichtigkeit dieser kulturellen Stätte, auch als traditionsreicher Ort der Begegnung.“ In ganz NRW gibt es momentan nur noch drei solcher Waldbühnen.

Die Inaugenscheinnahme offenbarte einen katastrophalen Zustand. Stadtkämmerin Eva Hubbert gab der Ministerin eine ernüchternde Bestandsaufnahme des Status Quo: „Es geht hier nicht mit 500.000 Euro und ehrenamtlicher Muskelkraft“. Das geht auch aus dem Zustandsbericht der technischen Betriebe der Stadt hervor. Dort existieren zwei Varianten des Umbaus, eine für 600 und eine für 1000 Plätze. Die Kosten bewegen sich zwischen 2,4 Mio. und 3,6 Mio. Euro. 

Variante für 600 Besucher

Dies beinhaltet einen kompletten Neubau an gleicher Stelle, inklusive neuer Zuwegung, neuer Toilettenanlage und völliger Barrierefreiheit. Vor Ort wurden Überlegungen ausgetauscht, wie die Anlage künftig (über die Märchenspiele hinaus) genutzt werden kann. „Außer Konzerte sind viele Veranstaltungsformate denkbar“, so Kulturdezernent Dietmar Dieckmann. Favorisiert wurde am Ende der Besichtigung im Südpark die „kleine Lösung“ für 600 Besucher. Man will auch zukünftig weiter eng mit dem Verein Kolping-Waldbühne Höntrop zusammenarbeiten. „Die Ehrenamtlichen haben über lange Zeit ganz viel Herzblut in die Bühne eingebracht. Sie sind und bleiben daher der ganz starke Partner, wenn es um die Zukunft des Standorts geht“, erklärte Serdar Yüksel.

Stadtkämmerin Eva Hubbert sagte der Ministerin auf deren Anfrage zu, dass sich die Stadt mit einer Million Euro an den Baukosten beteiligen werde. Mit den Worten „Schicken sie mir die Pläne“ verabschiedete sich Ministerin Ina Scharrenbach. 

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