Arbeiten verzögern sich – aber Berufung ist vom Tisch
Noch kein Badespaß im Monte Schlacko
Ein Blick vom Monte Schlacko durch die noch unbelaubten Bäume auf die Baustelle des Wellenfreibads Südfeldmark macht es schonungslos deutlich: In diesem Sommer wird es hier noch kein Badevergnügen geben.
Alle drei Becken sind auf den Rohbeton zurückgebaut, müssen neu gefliest und foliert werden. Doch den Hauptteil der Modernisierungsarbeit und des Investitionsvolumens macht die Erneuerung der Rohrleitungen für die Zu- und Abläufe aus. Da beim ersten EU-weiten Vergabeverfahren hierfür kein verwertbares Angebot erzielt wurde, musste neu ausgeschrieben werden. Mittlerweile ist ein Unternehmen gefunden worden. „Doch die Verzögerung kann nicht aufgeholt werden“, bedauert WasserWelten-Chef Marcus Müller: „Schade, wir waren so ambitioniert, unseren Badegästen in diesem Sommer den Badespaß im modernisierten Freibad zu ermöglichen. Direkt nach dem letzten Badetag waren daher am 1. September 2025 die Bagger angerückt.“
Spraypark für Kinder
Dafür können sich die Wattenscheider auf ein modernes, attraktives und familienfreundliches Freibad freuen. Wellenbecken und 25-Meter-Becken werden saniert, das Nichtschwimmerbecken wird zwar etwas kleiner, gewinnt aber zu den Rutschen einen Spraypark für Kinder, Nackenduschen, Bodensprudler und Massagedüsen an Attraktionen dazu.
Eine große Veränderung bemerken die künftigen Badbesucher schon am Eingang: Der wird auf die linke Gebäudeseite verlegt. Dorthin, wo vor 50 Jahren der Zugang zu einem Hallenbad vorsorglich geplant worden war, der aber nie gebaut wurde. Der dafür eingerichtete Umkleidebereich wird jetzt erstmals in Betrieb genommen. „Wir holen die Kabinen aus dem Dornröschenschlaf“, schmunzelt Projektleiter Stefan Gabriel und öffnet mit einem Hebel beide Türen: „Das war damals sicher hochmodern.“

Mit dem neuen Eingang gibt es eine neue Kasse, einen Kassenautomaten und eine wartefreie „Fast Lane“ für Onlineticket-Inhaber. Doch bis dahin tummeln sich nur Handwerker im Freibad Südfeldmark – draußen wie drinnen. Nach den Schadstoffsanierungen geben jetzt alle Gewerke des Innenausbaus kräftig Gas. „Alles geschieht nachhaltig“, so Marcus Müller. Vorhandenes wurde genutzt und die gesamte Energie wird künftig mit Wärmepumpe und Solarthermie vollständig ohne fossile Brennstoffe erzeugt. Auch die neue Fassade wird grün – mit den geeigneten Pflanzen.
Neubau jetzt möglich
Ein Anwohner hatte wegen hoher Verkehrsbelastung gegen den Neubau eines modernen Garten-Hallenbades im Südpark Höntrop geklagt und damit einen Neubau jahrelang blockiert. In erster Instanz wurde sie abgewiesen. Nun hat das Oberverwaltungsgericht die Berufung des Klägers nicht zugelassen.
Damit kann im Mai der Bauantrag eingereicht werden. Wird er genehmigt, könnten die Bauarbeiten voraussichtlich noch Ende dieses Jahres starten. Dann hätte Wattenscheid Ende 2028 endlich wieder ein Hallenbad.
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