Holger Terstegge

Ausse Lohrheide – die SG 09-Kolumne Oktober 2021

09-Geschäftsstellenleiter Holger Terstegge philosophiert als ehemaliger Zeugwart über alte und neue Zeiten bei der SGW.

Hallo Wattenscheid,

wie alles einmal im Leben, endet nun meine Zeit bei der SG 09. Angefangen als Fan vor gefühlten 100 Jahren, wurde ich 2007 vom damaligen Trainerteam Putsche Helmig und Carsten Schmitt quasi aus heiterem Himmel in den Betreuerstab der ersten Mannschaft aufgenommen. Welche Ehre für mich.

Es folgte zwar sofort der Abstieg aus der Oberliga, an dem ich welchen Anteil auch immer hatte, aber der sofortige Wiederaufstieg in ein Konstrukt namens NRW-Liga entschädigte alle ein Jahr später.

2017 wurde ich Nachfolger von Frank Huber als Zeugwart und übernahm schließlich Anfang 2020 die Leitung der Geschäftsstelle von Gerd Abstins. Dies soll es jetzt gewesen sein. Aus persönlichen Gründen verlasse ich die Sportgemeinschaft freiwillig und werde nach ein wenig Abstand wieder zum Fan in der Lohrheide.

Jede Niederlage und erst recht die Abstiege taten weh. Jeder Sieg, der Gewinn des Westfalenpokals 2016 und die Aufstiege waren wunderbar. Über die Insolvenz brauche ich eigentlich nichts weiter zu schreiben. Ein jeder kann sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn von einem auf den anderen Tag der Verein quasi weg ist. Die genaue Anzahl aller gewonnenen und verlorenen Spiele ermittle ich, wenn ich eines Tages in Rente gehe. Dies dauert wohl noch.

Ebenso unbekannt ist die Anzahl aller Spieler, die ich kennen lernen durfte. Mit 98% von ihnen kam ich super aus. Es waren humorvolle, kommunikative und sympathische Menschen, mit denen ich teilweise auch über anderes als nur Fußball geredet habe.

Es soll ja noch andere Themen geben. Seien es private oder berufliche Sorgen, die ich mir angehört habe und den Jungs unwahrscheinlich wertvolle Tipps gegeben habe – oder seien es persönliche Highlights, die ich miterleben durfte. Was waren da für tolle und so unterschiedliche Typen bei: Keita-Ruel, Buckmaier, Zajas, Corboz, Kaplan, Kunz, Diallo, Langer, Canbulut, Kaya, Sancaktar, Abdulai, Kushev, Wienecke, Jakubowski, Thamm und so weiter.

Die Trainer, unter denen ich arbeiten durfte, waren neben dem erwähnten Dirk Helmig noch Stefan Blank, André Pawlak, Farat Toku und Christian Britscho. Jeder für sich eine Persönlichkeit. Was man leider nicht von allen amtierenden Vorständen sagen konnte. Es gibt einen guten und gab weniger erfolgreiche bis schlechte. Was soll’s. Jeder Mensch ist, wie er ist.

Bleibt alle gesund unter munter und bis die Tage

Schwarz-weiße Grüße von Holger Terstegge

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