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40 Jahre S-Bahn in Langendreer

Die Bundesbahn – so hieß sie 1979 noch – war nach Ansicht der Bezirksvertretung Bochum Ost im Mai genau dieses Jahres etwas sehr zurückhaltend mit ihrer Informationspolitik im Zusammenhang mit ihren S-Bahn-Plänen für Langendreer.

Die Lokalpolitiker hatten deshalb in einer Frühjahrssitzung gefordert, dass seitens der Bahn endlich einmal erläutert werden solle, wie die auf 1973 zurückgehende Planung umgesetzt werde. „Der Einziehung von Straßenteilen entlang der zukünftigen Gleise“, so schrieb die Lokalpresse damals, „wurde deshalb auch nicht zugestimmt.“

Zu diesem Zeitpunkt liefen die Arbeiten allerdings bereits einige Monate, wobei die Schwerpunkte südwestlich des damals noch im Betrieb befindlichen Güterbahnhofs im Bereich Lünsender Straße und Uhlenwinkel lagen. Die Häuser Uhlenwinkel 12, 13 und 16 sowie Lünsender Straße 38 sollten abgebrochen werden, weil die neu zu bauenden Gleise, Brückenbauwerke und Bahnsteiganlagen deutlich mehr Fläche brauchten. Das Ganze musste schrittweise erfolgen, weil der Güterverkehr auch zum Opel-Werk voll aufrechterhalten werden musste. 

Besonders aufwändige Baumaßnahme

Es war eine besonders aufwändige Baumaßnahme, in dessen Gesamtverlauf auch zwei neue S-Bahn-Haltepunkte entstehen sollten: Langendreer und Langendreer-West. Deren Fertigstellung war allerdings erst zum Ende der Baumaßnahmen vorgesehen, wobei zu Beginn der Planung die Inbetriebnahme der neuen Strecke erst nach vier Jahren, also in 1983, geplant war. Zwischenzeitlich hatten die Bürger also einige Behinderungen hinzunehmen – aber die Eröffnung der Strecke erfolgte pünktlich, und zwar am 25. September 1983 in Anwesenheit einer Masse von Bürgern sowie vieler Ehrengäste.

Die Eröffnungsfeier fand am neu geschaffenen Haltepunkt Langendreer-West statt und es gab in dem Riesengedränge kaum ein Durchkommen. Bierstände warteten im Dreieck Ümmminger Straße/Alte Bahnhofstraße bei strahlendem Sonnenschein vor dem Zugang zu den Gleisen und Bäcker Horst Scharnowski überraschte die Oberen der Bahn mit einer ganz besonderen Torte. Manch einer hätte schon gern zugelangt, als sich der Bäckermeister seinen Weg nach oben bahnte.

Text und Bilder: Eberhard Franken

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