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„Wir haben uns gefunden“

Interview mit Torwart Joshua Mroß von der SG Wattenscheid

Joshua Mroß trägt seit Januar 2025 das Torwart-Trikot der SG Wattenscheid 09. Der 30-Jährige studiert Management Economics an der Ruhr Universität und arbeitet 20 Stunden in der Woche in dem Unternehmen Immobilien Gallery von Ertan Ilce, Vorstand Sport bei dem Regionalligisten. Im Gespräch mit Gerd Strohmann sieht Joshua Mroß die SG sportlich auf einem guten Weg.

halloWAT: Haben Sie als Torwart mehr zu tun in der Regionalliga?

Mroß: (lacht) Auf jeden Fall. Als Aufsteiger spürst du da sehr schnell, dass hier ein ganz anderes Niveau herrscht. Die Qualität der Gegner ist erheblich höher. Nicht umsonst wurde der Kader auch deutlich verändert. Auch wenn es von außen vielleicht nicht immer nachvollziehbar ist: es war einfach nötig. Es wird jedem Spieler schwieriger gemacht, man hat einfach weniger Zeit auf dem Platz, alles ist schneller.

halloWAT: Wie fällt der Vergleich aus?

Mroß: Viele der Gegner arbeiten auf Profi-Niveau. Da wird ein ganz anderes Pensum gefahren, mindestens die Hälfte trainiert auch zweimal am Tag, oft auch vormittags. Wenn ich bis 14 arbeite und dann schnell in den Bus steige zum Auswärtsspiel in Siegen, dann fehlen vielleicht auch mal ein paar Körner.

halloWAT: Aber man hat den Eindruck, die SG sei in der Regionalliga angekommen!

Mroß: Ja, das stimmt. Wir haben uns gefunden. Wir waren bisher in jedem Spiel eigentlich immer mindestens eine Halbzeit besser als der Gegner. Jetzt müssen wir noch lernen, das Spiel auch zu kontrollieren, auch wenn das für die Fans dann vielleicht mal nicht so ansehnlich und prickelnd ist. Aber wir müssen auf dem Boden der Tatsachen bleiben, wir haben einen kleinen Etat. Wir haben nie etwas anderes kommuniziert als das Ziel Klassenerhalt.

halloWAT: Sie spielen hinter einer fast komplett neuen Abwehr, haben Sie sich schon eingewöhnt?

Mroß: Damit habe ich wenig Probleme. Wir müssen uns als Mannschaft eingewöhnen, aber das funktioniert auch immer besser. Wir hatten anfangs auch natürlich noch etwas Rotation, aber jetzt sind wir eingespielt. Jeder weiß, was er zu tun hat, es läuft in die richtige Richtung.

halloWAT: Was ist der größte Unterscheid zur Oberliga?

Mroß: In der Oberliga durftest du dir auch mal einen Fehlpass erlauben, jetzt wird jeder Fehler bestraft. Du musst jetzt viel konstanter, viel konzentrierter spielen. 

halloWAT: Die Lohrheide soll ja eine Festung werden, ist das schon gelungen? 

Mroß: Wir tun wirklich alles dafür, wir geben alles für den Verein. Manchmal aber finde ich es schade, dass nicht mehr Zuschauer kommen, da hatten wir anderes erhofft. Bei anderen Traditionsvereinen kommen die Zuschauer auch, wenn es mal nicht so gut läuft. Wir brauchen aber die Unterstützung der Fans.

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