Klagen über Staffeleinteilung

DJK und VfB: Längere Reisen, unattraktive Gegner und höhere Kosten

Damit hatten die beiden Wattenscheider Bezirksligisten DJK Wattenscheid und VfB Günnigfeld nicht gerechnet. Nach der neuen Staffeleinteilung durch den Westfälischen Fußballverband geht es statt nach Linden oder Weitmar nach Gladbeck und Marl.

Der Frust ist bei den beiden Clubs verständlich, die Furcht vor höheren Kosten und weniger Einnahmen durch unattraktive Gegner plausibel. „Wenn auch eine Staffeleinteilung sicherlich Härtefälle mit sich bringen kann – hier ist aber ohne Gefühl gleich der jahrelange alte, bewährte Kern mehrerer Staffeln zerstört worden“, beklagt DJK-Vereinschef Reinhard Fischer.

Ins gleiche Horn stößt Frank Scheffler vom VfB Günnigfeld: „Die Vorfreude auf die kommende Saison hat leider einen erheblichen Dämpfer bekommen. Dass die neue Einteilung durch die Reduzierung der Bezirksligen mit Schwierigkeiten und Härtefällen verbunden ist, war uns durchaus bewusst, aber warum eine „Bochumer“ Gruppe mit kurzen Anfahrten und vielen Derbys auseinandergerissen wird, ist schwer zu verstehen. Die neue Saison wird so nicht nur sportlich, was wir gerne annehmen, sondern auch finanziell eine Reise ins Ungewisse.

Verband sorgt für Verdruss

Für reichlich Verdruss bei den betroffenen Vereinen sorgte zudem ein Statement von Thomas Berndsen, Abteilungsleiter Fußball im FLVW, der mit einer Stellungnahme zusätzlich Öl ins Feuer gegossen hat: „Man merkt, dass Leute reden, die davon keine Ahnung haben. Die Ruhrgebietsvereine können sich glücklich schätzen: Im Ruhrgebiet tummeln sich unzählige Vereine. Verglichen zum Beispiel mit Ost- oder Südwestfalen warten auch überkreislich viele interessante Duelle. In der Bezirksliga spielt man überkreislich. Wenn die Vereine nur gegen Mannschaften aus ihrer Stadt spielen wollen, müssen sie in der Kreisliga A spielen.“

Der VfB Günnigfeld muss am 14. August zu einem der wenigen noch verbliebenen Lokalkämpfe beim BV Hiltrop antreten, Landesliga-Absteiger DJK Wattenscheid empfängt am Stadtgarten das Team von FSM Gladbeck.

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