Ideen wurden in
Zukunftswerkstatt gesammelt

Der Grundstein für das Schulzentrum Nord liegt

Es regnete in Strömen. Aber wenn etwas wachsen soll, dann muss es auch gegossen werden. 

Am Freitag, den 10. März, wurde der Grundstein für das neue Schulzentrum Nord gelegt. Oder sagen wir besser: versenkt. Von einem riesig hohen Baukran getragen schwebte der hohle Betonklotz in das Fundament des Neubaus auf dem Schulhof des Schulzentrums an der Heinrichstraße.    

Zeitkapsel im Inneren des Grundsteins

Ins Innere des Grundsteins hatten zuvor Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und die Schülervertreter des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums und der Anne-Frank-Realschule eine Zeitkapsel gelegt. Die glänzende metallene Kapsel trägt in ihrem Inneren Informationen aus der Zeit, in der der Grundstein gelegt wurde.

Also unserer Zeit, für spätere Generationen. Fotos der Lehrerkollegien sind zum Beispiel dabei, aber auch eine aktuelle Ausgabe des Hallobo-Magazins. Und persönliche Botschaften der jetzigen Schüler der beiden Schulen. „Die Finder in späterer Zeit werden dann wissen, was uns die Schule bedeutet hat“, so Amar Baalbaki und Noemi Faber, Schülersprecherinnen an der Anne-Frank-Realschule, „wir bedanken uns bei allen, die das möglich gemacht haben.“

„Aufregender Tag für uns alle“

„Das ist ein unglaublich aufregender Tag für uns alle“, sagte der Schülersprecher der HvK, Lars Kreutner, „das hier wird ein Ort, der viele Menschen ihr ganzes Leben lang prägen wird, Ich bin stolz, dass wir dabei sein dürfen.“ Da ist dann auch der Stress, den die Baustelle mit all ihrem Lärm macht, vergessen.

Schon seit über einem Jahr ertragen die Schüler des Schulzentrums Nord gemeinsam mit der Lehrerschaft und allen Mitarbeitern der Schulen und der Stadtteilbibliothek die Belastungen durch die lauten und schmutzigen Arbeiten, und das alles im laufenden Betrieb.

Schulbetrieb im Jahr 2025

Im Jahr 2025 schon sollen die rund 1000 Schüler des Schulzentrums Nord in den neuen Gebäuden unterrichtet werden können. Der Bau ist das teuerste Schulgebäude, dass die Stadt Bochum jemals hat errichten lassen. Die Kosten liegen derzeit bei etwas unter 110 Millionen Euro.

Das habe aber auch etwas mit Wertschätzung für die Lernenden und Lehrenden und für die kommenden Generationen zu tun, sagte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch in seiner Rede. Hier könne man anders lernen und die Räume auch anders und mit anderen nutzen.

Gleich für den kommenden Tag hatten die Schulen zu einer Zukunftswerkstatt geladen – um Ideen zu sammeln, wie in Zukunft das neue Schulzentrum Nord mit Leben gefüllt werden kann.  

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