Organisatoren hatten arge Probleme

Weinfest: Das Programm steht

Hier trifft sich Wattenscheid. Seit Jahrzehnten. Das kann man über das Weinfest der Werbegemeinschaft sagen, ohne sich die Zunge zu verbrennen. 

Also hat die Wattenscheider Seele in den letzten beiden Jahren Pandemie-bedingt ziemlich leiden müssen. Das Weinfest war, wie so viele andere Stadtfeste auch, sang- und klanglos ausgefallen. In diesem Jahr soll alles anders werden, das Programm steht, die Musik ist bestellt, die Winzer und Gastronomen auch. 

Altbewährtes und Neues

„Wir haben einen neuen Winzer, sechs unterschiedliche, alle kommen aus dem Anbaugebiet Mosel“, sagt Sabine Theis, Erste Vorsitzende der Werbegemeinschaft Wattenscheid, „und auch ein paar neue Gastronomiebetriebe auf dem Weinfest. Zum Beispiel einen argentinischen Grill oder einen Stand mit peruanischer Küche. Dazu einen neuen Italiener.“

Und natürlich Altbewährtes wie Crepes, Flammkuchen, Zuckerwatte, Stadionwurst. Vielleicht nicht in dieser Reihenfolge essen.

Schwierigkeiten bei der Vorbereitung

Sabine Theis war in den Wochen zuvor heftig ins Rotieren gekommen: „Die Vorbereitung hat sich sehr schwierig gestaltet“, sagt sie, „der Vorlauf war sehr kurz, wegen Corona wussten wir lange nicht, ob das Weinfest stattfinden kann. Dazu jetzt der Krieg und die Energiekrise. Wir haben echt gerudert, damit überhaupt die Elektrik da ist, Handwerker sind sehr teuer geworden, alle Preise sind dermaßen in die Höhe geschossen. Es herrscht Chaos auf dem Veranstaltungsmarkt. Aber wir haben zum Glück gute Sponsoren und Werbepartner gefunden, ich klopfe dreimal auf Holz.“

Um 22 Uhr ist Schluss – leider

Jetzt kann also alles normal laufen vom 16. bis zum 18. September, mit Musik zum Beispiel von Robin Stone oder der Fabulous Music Factory, einem Höhenfeuerwerk am Freitag und Samstag ab 22 Uhr und einem verkaufsoffenen Sonntag von 13-18 Uhr in der City.

Eins aber ist schon ein wenig seltsam: Das Ordnungsamt der Stadt Bochum hat auch in diesem Jahr, nach Angaben von Sabine Theis, das Weinfest nur bis 22 Uhr erlaubt. Auch die Gastronomien dürfen nicht länger aufmachen. Bei ähnlichen Veranstaltungen in der Bochumer Innenstadt ist das nie ein Problem. Bei Musiksommer, ebenfalls im Monat September auf dem „Bongard-Boulevard“, darf sogar die Musik bis 23 Uhr laufen. Von den Bierständen nicht zu reden.        

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