Sensationeller Doppel-Aufstieg:
TV Gerthe spielt erstmals in seiner Geschichte in der Basketball-Regionalliga
Nach der erfolgreichsten Basketball-Saison seiner Vereinsgeschichte startet der TV Gerthe 1911 mit zwei Mannschaften in der Regionalliga. Sowohl die 1. Herren- als auch die 1. Damenmannschaft sind nach ihren Aufstiegen erstmals in den höchsten Amateurspielklassen unterhalb des Profibereichs vertreten.
„Mit diesen sportlichen Erfolgen sind wir unseren ursprünglichen Zielsetzungen unserer Road 2027 weit vorausgeeilt und haben diese übertroffen. Darauf sind wir sehr stolz und nehmen diese Highlights gerne mit. Gleichzeitig stellen uns die Aufstiege vor neue Herausforderungen“, so Abteilungsleiter Stefan Wachholz. Der sportliche Erfolg ist nach Einschätzung des Vereins eng mit der intensiven Nachwuchsarbeit, der familiären Ausrichtung des Vereins, dem ehrenamtlichen Engagement vieler Beteiligter und der gesamten Entwicklung der Basketballabteilung verbunden. Die Zahl allein der Spielerpässe ist auf 630 gestiegen. Die Strukturen wurden stetig verbessert. Nach dem zum Jahresbeginn veröffentlichen Ranking des Deutschen Basketballbundes gehört der TV Gerthe damit zu den Top 40 der Basketballvereine in Deutschland.
Damen mit bewährtem Kern
Die 1. Damenmannschaft geht als Oberliga-Meister in der Regionalliga an den Start. Dort trifft sie auf leistungsstarke Mannschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen. „Im Kern geht das Team in der Besetzung der vergangenen Saison in die neue Spielzeit“, erklärt Wachholz. Neu dabei sind Hannah Krenz und Johanna Koptik, die bereits über Regionalligaerfahrung verfügen. Nach Thora Winkler in der vergangenen Saison stoßen mit Mia Backes und Anna Gerding erneut zwei talentierte Nachwuchsspielerinnen aus dem eigenen Verein zum Team.
Zusätzlichen Schwung hat nach Vereinsangaben die Initiative „Gerthe Girls“ in den Mädchen- und Frauenbasketball gebracht. Insofern ist der TV Gerthe jetzt nicht nur bei den Jungen, sondern auch in allen Jugendaltersklassen mit weiblichen Teams vertreten.
Herren treffen auf attraktive Gegner
Die 1. Herrenmannschaft schaffte als bester Vizemeister der 2. Regionalligen ebenfalls nach begeisternden Spielen den Aufstieg in die 1. Regionalliga. Dort trifft der TV Gerthe traditionsreiche Vereine und Mannschaften mit professionellen Strukturen aus Köln, Leverkusen, Wulfen, Hagen, Herford, Ibbenbüren und Hamm. Auch zweite Mannschaften von Bundesligavereinen sind vertreten. Für den TV Gerthe bedeutet die neue Spielklasse zahlreiche neue Gegner und attraktive Abend-Heimspiele im Profina-Dome am Schulzentrum Gerthe. Auf die wichtige und besondere Unterstützung der eigenen Fans setzt der Verein auch in der kommenden Saison.

Trainerteam und Kader
Heiko Skiba bleibt verantwortlicher Headcoach der Damen- und Herrenmannschaft. Bei den Herren bleibt Niderim Pelaj als Co-Trainer und Spieler an Bord. Neu zum Trainerteam kommt Tom Oberhoff. Der langjährige Vereinsmitarbeiter und Trainer im Jugendbereich wird Skiba unter anderem bei der Trainingsvorbereitung, der Videoanalyse und organisatorischen Aufgaben unterstützen.
Auch der Kader wurde verstärkt. Neben Gabriel Gyamfi und Tarik Dixon, die bereits in der vergangenen Saison als ausländische Verstärkungen für Gerthe aufliefen, kommt Brandon Lawani vom neuen Ligakonkurrenten TuS 59 HammStars hinzu. Ebenfalls neu im Team sind der 21-jährige Till Gerdes als Bigman unter dem Korb von der BBA Hagen sowie Aufbauspieler Rafail Totska, der ebenfalls aus Hamm nach Gerthe wechselt.
Finanzielle und räumliche Herausforderungen
Mit dem sportlichen Aufstieg steigen auch die Anforderungen an den Verein. Höhere Spieltagskosten, die sportlichen Ambitionen und die umfangreiche Nachwuchsarbeit machen zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich. Neben den langjährigen Partnerschaften führt der Verein derzeit Gespräche mit weiteren Sponsoren und Förderern, die den Weg unterstützen.
Eine weitere große Herausforderung ist die Hallensituation. Allein bei den Basketballern des TV Gerthe gibt es mehr als 30 Wettkampfmannschaften (aktuell sieben Seniorenteams und 23 Jungendteams). Nach Einschätzung von Stefan Wachholz fehlen im Bochumer Norden seit Jahren ausreichende und geeignete Sporthallenflächen für den Schul-, Trainings- und Spielbetrieb. Nach diversen Sporthallenbedarfsanalysen, Gutachten und Machbarkeitsstudien bestehen zwar Planungen in Politik und Verwaltung, eine weitere Dreifachhalle auf dem Gelände des neuen Schulzentrums Nord zu errichten, die Gerther sind aber bis zur Umsetzung auf Hilfs- und Übergangslösungen dringend angewiesen. „Wir brauchen eine zusätzliche und wettkampftaugliche Halle, die auch Zuschauerbereiche ermöglicht“, sagt Wachholz. Eine für den Vereinssport geeignete Halle sei die Voraussetzung für mehr Trainings- und Spielmöglichkeiten – sowohl auf Regionalliganiveau als auch im Leistungs- und Breitensport mit einer Vielzahl von Spieltags- und Turnierveranstaltungen.
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