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15jähriges Jubiläum

Palliativnetz Bochum: Trauerarbeit mit Alpakas

„Würde am Lebensende – Recht auf palliative Begleitung“. Unter diesem Thema stand die Kick-Off-Veranstaltung des Palliativnetzes Bochum am Abend des 10. Oktober 2007 im Kunstmuseum Bochum.

Ziel war es, interessierte Laien in das Thema einzuführen, sowie über Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit zu informieren und das neu gegründete Palliativnetz Bochum zu präsentieren. Seitdem ist enorm viel passiert, die palliative Betreuung eminent verbessert, der Bekanntheitsgrad des Netzes stark gewachsen.

Besondere Aktionen Zum Jubiläum 

Zum Zehnjährigen in 2017 grillten Vorstandsmitglieder für die Aktiven des Netzes. Gleiches fand auch am Ufer des Ümminger Sees statt. Dort, wo inzwischen ein Caterer nach der Errichtung von zwei großen Wintergärten u.a. festliche Hochzeitsevents anbietet, standen damals die Grills.

Zum 15-Jährigen finanzierte das Palliativnetz Bochum (PNB) nun einen Nachmittag für kleine Menschen, die einen geliebten Elternteil verloren haben. Schon seit Jahren arbeitet das PNB im Rahmen seiner Kinder- und Familientrauerarbeit mit Martina Hosse-Dolega zusammen und finanziert deren Arbeit für betroffene Familien aus Spendengeldern, weil dem Tod eines Elternteils sehr oft auch finanzielle Probleme folgen.

Es war ein wunderschöner Sommertag, grasende Alpakas, dazwischen eine ganze Reihe streichelnder Kinder wie unter anderem Felix, Paulina und Johanna mit ihrem Papa Sascha: Glücksmomente auf Daniels kleiner Farm. Hosse-Dolega betonte, dass beim Palliativnetz Bochum die Familientrauerbegleitung zu beinahe 100 Prozent aufsuchend stattfindet, also bei den Menschen zu Hause, in Krankenhäusern oder Hospizen. Manchmal sogar z.B. auf dem Fußballplatz – oder eben sehr gern auf Daniel Hischkes kleiner Farm. „Daniel unterstützt unsere Familientrauerbegleitung schon seit 2015.“

Trauerarbeit ist aktiver Prozess

„Trauern ist ein aktiver Prozess und kein passiver Zustand – der Begriff Trauerarbeit verdeutlicht das“, erklärt die Trauerbegleiterin. Gerne setzt sie dabei auf den engen Kontakt mit den freundlichen und flauschigen und bei Kindern besonders beliebten Tieren aus Südamerika, denn „die Arbeit mit Tieren wirkt nachhaltig.“ In der Tat schließen die Kinder schnell Freundschaft mit den Tieren, mit denen sie durch die Natur wandern und Ablenkung finden können.

Zum Geburtstag finanzierte das Netz im Übrigen auch eine Reihe von Stipendien zur Ausbildung in der Palliativpflege. „Das machen wir schon seit Jahren“, sagt Vorstandsmitglied Klaus Blum.

Text und Fotos: Eberhard Franken

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