Wohnen & Förderprogramme

Neues vom Bochumer Immobilienmarkt – Februar 2023

Wir müssen übers Frühjahr reden. Herrlich, die wärmenden Sonnenstrahlen, wenn da nur nicht die Ecken so ausgeleuchtet würden.

Frühjahrputz wird wohl dieses Jahr nicht reichen. Da muss was Neues her, sagte meine Tochter, bei einem Stück staubigen Sandkuchen bei ihr im Wohnzimmer. 

Die Mahagoni Holzdecke, die Terrakotta Fliesen, das ist doch Neunziger und älter. Ein einheitlicher Look muss her. Und wenn schon so viel Arbeit, dann doch lieber gleich was kaufen. Schließlich wohnt das Glück Zuhause, das beweisen schon die Finnen. Mit 70,3 % Eigentumsquote sind sie die glücklichsten Europäer schlechthin. Während bei uns in Bochum die Eigentumsquote irgendwo bei 30 % dümpelt und im Glücksatlas noch Luft nach oben ist. 

Also ab zur Maklerin und erstmal über die Möglichkeiten informieren, Suchauftrag erteilen, Finanzierung durchrechnen. Dann Immobilienangebote auf den Portalen checken. Vielleicht ist hier ein Schnapper zu machen. Zeitung? Nix drin. Ganz andere Wege gehen, und in den sozialen Medien lauter Konten wiederbeleben. Freundschaftsanfragen an alle möglichen Leute schicken, auch an die, von denen man nur mal gehört hat, dass sie in der Immobilienbranche zuhause sind. Netzwerken ist heute ja schließlich bares Geld wert. Und am schönsten wäre so ein Schnapper. Schließlich soll es auf dem Immobilienmarkt recht ruhig geworden sein.

Doch irgendwie ist der Schnapper nicht zu finden und bei den hohen Angebotspreisen ist die Finanzierung zu teuer. Außerdem ist die passende Größe und Lage nur schwer zu finden. Jetzt wo die Stadtteilzentren an Attraktivität gewonnen haben, will ja nicht wirklich jemand aus der vertrauten Umgebung weg.

Hat denn keiner mehr ein Herz für Käuferinnen?

Vielleicht geht ja was mit Förderung. Da ist schon noch einiges an Förderprogrammen. „Hätte ich mal was anderes studiert“ sagt meine Tochter. Und dann die offenen Enden. Ab Juni 2023 kommt neues Förderprogramm für Familien. Das Darlehen soll dann als Eigenkapital bei dem Bankdarlehen anrechenbar sein, was die Finanzierungszinsen gefälliger macht. Genaueres aber weiß man nicht, was schade ist, weil so richtig planen geht dann ja auch nicht. 

Und bei den Finnen? Alles easy. Kalsarikännit heißt übrigens die beliebteste Entspannungstechnik in Finnland. Was so viel heißt wie „sich Zuhause alleine in Unterwäsche betrinken.“

Eure Bernadetta Brandenburg

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