Neunutzung in Wattenscheid
Kirche St. Nikolaus – die „Maggi-Kirche“
Wie spannend das neue Leben in einer profanierten Kirche sein kann, zeigt die Kirche St. Nikolaus in Wattenscheid, genannt die „Maggi-Kirche“.
„Hier bin ich zur Kommunion gegangen.“ „Wir haben hier geheiratet.“ Über 200 Wattenscheider nutzten den Tag der Architektur für ein Wiedersehen mit „ihrer“ Westenfelder St. Nikolauskirche. Sie waren die ersten Gäste seit der Umnutzung.
Tiefe des Kirchenschiffes
Die Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid eG hatte die 2008 profanierte Kirche St. Nikolai 2021 von der Pfarrgemeinde St. Gertrud von Brabant erworben und bis 2025 mit neuen Anbauten zur Geschäftsstelle umgebaut. „Es wurde nur ganz behutsam und minimal in die Fassade der Kirche eingegriffen.“ Die Architekten Bettina und Sven Kotulla führten die staunenden Gäste durch das beeindruckende Gebäude, das trotz eingezogener Zwischendecke die Tiefe des Kirchenschiffes weiterhin erlebbar macht. „Die Besucher waren sehr zufrieden und glücklich, dass alles so schön geworden ist und ihre Maggi-Kirche als Wahrzeichen erhalten geblieben ist.“ Der Spitzname rührt vom eigenwilligen Turm her.

U-förmiger Erweiterungsbau
Ein u-förmiger Erweiterungsbau ergänzt das lichtdurchflutete, architektonisch beeindruckende Kirchengebäude. „Der entstandene ruhige Innenhof in der Mitte wird von den Mitarbeitenden gerne in der Pause genutzt,“ berichtet Geschäftsführer Markus Brüning. Durch die einheitliche Verkleidung im Naturstein-Farbton der Kirche wirkt der Komplex wie ein modernes Kloster. Neben Büros sind hier auch Verwaltung und Lager des 2018 gegründeten eigenen Handwerksbetriebs der Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid, WBGW BauService Wattenscheid GmbH, untergebracht sowie die Räume der professionellen Sozialberatung für die Mieter der Genossenschaft.
Auch der Neubau des Kindergartens St. Nikolaus fügt sich optisch perfekt in das Ensemble ein. Vormals dreizügig, wird er nun fünfzügig vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SkFM) betrieben.
Wattenscheider Unternehmen
„Als lokal verankertes Unternehmen mit 1.400 Wohnungen im direkten Umfeld und weiteren 1.600 in der weiteren Umgebung setzen wir damit unsere genossenschaftliche Tradition der Bestandspflege und Weiterentwicklung konsequent fort,“ so Brüning. Seit Juni letzten Jahres ist die Geschäftsstelle am neuen Standort. Am 26. September 2026 sind alle Mieterinnen und Mieter eingeladen. Brüning: „Wir möchten mit ihnen groß feiern: den Einzug in die neue Geschäftsstelle und den 100.Geburtstag der WBGW.“ Am Tag der offenen Tür können sich dann alle Genossenschaftsmitglieder von der gelungenen Umnutzung und der beeindruckenden Umgestaltung der Nikolaikirche überzeugen.
Info: Beeindruckende Fotos vom Umbau der Kirche gibt es auf der Seite von MI Meyer Ingenieure (Referenzen, Wohn -und Geschäftshäuser) im Netz.
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