Nur wenige Bäume stehengeblieben

Kahlschlag sorgt für Unverständnis

„Die Rüsingstraße steht derzeit praktisch nackt da“, sagt Dr. Dirk Meyer, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung Bochum Ost.

Und man merkt dem engagierten Lokalpolitiker an, dass er sich darüber ärgert. „Es gibt ja keine Bäume mehr entlang der Straße, nachdem auf dem Gelände der Rüsingschule und entlang der Bahn alles abgeholzt wurde.“

Baumfällungen hat Bezirksvertretung nicht durchgewunken

Weil die geplante Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Schule bis an die Grundstücksgrenzen gehen wird, sind dort nur wenige Bäume stehengeblieben. „Diese Baumfällungen“, so Meyer, der einst dort zur Schule ging und jetzt als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Laer-Vollmond unmittelbar betroffen ist „haben wir als Bezirksvertretung nicht durchgewunken. Aber wir haben leider zu spät aufbegehrt, weil dieses Planungsdetail nicht offensichtlich war.“ Auf einem kapitalen Baumstumpf hat jemand plakativ seine Trauer niedergeschrieben. Die potenziellen Schüler der 2012/13 aufgegebenen Grundschule gehen jetzt zur Von-Waldthausen-Schule.

Bahn will frühestens 2025 sanieren

Die Bahn macht ihre eigene Sache, will die Stützmauern ihrer Gleisanlage frühestens 2025 sanieren und hat deshalb vorausschauend schon einmal gerodet. „In 2023 soll die Rüsingstraße, in der ja auch noch alte Straßenbahngleise liegen, komplett saniert werden“, so Dirk Meyer. „Dafür werden wir uns schon frühzeitig Gedanken machen, damit wir dann ein vernünftiges Straßenbegleitgrün und Bäume bekommen.“ Es sei allerdings wichtig, dass man sich möglichst eng mit der Bahn abspreche. „Es wäre schon extrem ärgerlich, wenn die Bahn ihre Stützmauern erst dann saniert, wenn der Rest der Straße schon fertig ist.“

Text und Fotos: Eberhard Franken

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