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„Wir im Quartier“

Jede Menge Vorschläge für den Lahari-Platz

„LahariPlatz nehmen in Laer“. Der Titel der Veranstaltung kam schon etwas spröde daher – die Aktion selbst allerdings lief hervorragend.

Viele Bürger – und nicht nur aus dem Stadtteil Laer – fanden am 13. Mai den Weg in den Stadtteil, um dort Ideen für die Neugestaltung des zentralen Platzes in Laer zu entwickeln. Deutschlandweit fanden im Übrigen Veranstaltungen unter dem Motto „Wir im Quartier“ zur Städtebauförderung statt, denn Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklung.

Gute Beteiligung, viele Wünsche

„Abends ist es hier einsam“, „Belebung durch Gastronomie“, „Sportgeräte für alle“, „einen Feierabendmarkt“, „bessere Reinigung des Spielplatzes“, „Spielgeräte für Kinder“ – das waren einige der auf Haftzetteln notierten Wünsche. Der Wunsch nach mehr Bäumen und etwas mehr Schatten wurde schriftlich geäußert – und der nach Toiletten.

Es gehe um ein attraktives Lebensumfeld und ein gutes Leben in der Nachbarschaft. Die Stärkung des Zentrums von Laer sei ein wichtiges Projekt im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für den Stadtumbau in Laer. Das unterstützt das Laersche Ratsmitglied Stephan Kosel ebenso wie ISEK-Projektleiterin Svenja Hövelmann von der Stadt Bochum

„Echte“ Stadtplanung

„Oft“, so sagt sie, „kümmern wir uns um soziale Themen. Hier machen wir echte Stadtplanung.“ Früher sei die Stadt oft von der Fläche weg entwickelt worden. Das wolle man nun zurückfahren. Dr. Barbara Grimberg, eine interessierte Besucherin aus Linden, hörte sich die Ausführungen von Hövelmann ebenso aufmerksam an wie viele andere Gäste. 

„Bevor ein Planungsbüro beauftragt wird, das dann die konkrete Umbauplanung entwickelt, wollten wir bereits vorher mit den Einwohnerinnen und Einwohnern von Laer ins Gespräch kommen und über die Neugestaltung sprechen“ erläutert Micha Fedrowitz vom Stadtteilmanagement. „Wir wollten gerne erfahren, was sich die Menschen für den Platz wünschen, welche Nutzungen denkbar wären und wie die Gestaltung aussehen könnte.“

Aus Kisten von Legosteinen „bastelten“ sich einige Besucher ihren neuen Platz, unter anderem mit Kletter- und Videowänden. Für Kinder gab es eine Malaktion. Neben den Mitarbeitenden des Stadtteilmanagements und der Stadt Bochum war auch die Evangelische Hochschule vertreten – sowie ein „Bauarbeiter“. 

Info

Der bundesweite Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zur Stärkung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Vorhaben der Städtebauförderung.

Text und Fotos: Eberhard Franken

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