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Mischas Blackout

Interview mit Frauke Burkhardt über ihren Krimi „Rauschmord“

Frauke Burkhardt (52) aus Eppendorf ist im „Nebenberuf“ als Schriftstellerin tätig und bevorzugt das Genre des Kriminalromans. Zuvor hat die Mitarbeiterin des Bochumer Stadtarchivs die Bücher „Drogenpott“ (2011) und „Jung verliebt, im Rampenlicht“ (2019) vorgelegt. 

Vor rund vier Wochen ist ihr Krimi „Rauschmord“ erschienen. Viele Schriftsteller sagen, ein fertiges Buch sei so etwas wie ein eigenes Kind. Wie war bei ihnen die emotionale Gemengelage?
Ich spreche bei meinen Romanfiguren auch gerne von meinen „Papierkindern“. Es sind ja die eigenen Geschöpfe, über deren Wohl und Leid und Schicksal der Schreiber bestimmt, da fühle ich schon mit. Es ist aufregend, wenn ein Titel erscheint, die „Kinder“, in die Welt entlassen werden

Wie lange haben sie am Buch insgesamt gearbeitet?
Da es sich bei Rauschmord über eine veränderte Variante meines ersten Buches handelt, hat es vier Monate gedauert. Ursprünglich waren es aber über 2 Jahre. Das hängt bei jedem Roman von unterschiedlichen Faktoren ab,

Sie betreiben die Literatur nebenberuflich. Gibt es bei Ihnen eine feste Zeiteinteilung für das Schreiben, oder lassen sie sich daher von der Intuition leiten?
Eine feste Zeiteinteilung habe ich nicht. Manchmal noch nach Feierabend, am Wochenende oder an Urlaubstagen. Das hängt bei mir immer von der Tagesform und der Muse ab und natürlich, ob ich einen Abgabetermin einzuhalten habe.

Worum geht es (kurz zusammen gefasst) in „Rauschmord“?
Grob erklärt, worum es bei Rauschmord geht. Die Geschichte spielt in Bochum im Jahr 2010 bis 2011. Inhaltlich ist das nicht nicht entscheidend, nur hat sich das Bochumer Stadtbild mittlerweile sehr verändert. Mein Protagonist Mischa ist ein homosexueller, psychisch kranker Bochumer Junge, der von seiner Familie verstoßen wurde und in die Drogensucht abrutscht. Nach außen ist er der nette Junge von nebenan, arbeitet aber als Drogenkurier für eine Bochumer Drogengang, die sich im Clinch mit einer anderen befindet. Es spitzt sich weiter zu, als Mischa bewaffnet und von Rachegedanken getrieben, den Mann aufsucht, der seiner Meinung nach, mitverantwortlich für seine Probleme. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf Mischa einen Blackout hat und sich neben der Leiche seines Kontrahenten wiederfindet.

Wie wichtig ist der Handlungsschauplatz Bochum dabei für Sie?
Bochum als Schauplatz hat den Vorteil, dass ich  die Location wirklich kenne, was natürlich ein Vorteil ist, wenn die Handlung ortsbezogen sein soll. Dies ist in meinen Geschichten aber nicht zwangsläufig der Fall, zudem hängt es auch von den Charakteren und dem Genre ab.

Autoren lesen im Normalfall selbst sehr viel. Bleibt ihnen dafür überhaupt noch Zeit. Und wenn ja, was ist ihre bevorzugte Lektüre? Gibt es literarische Vorbilder?
In der letzten Zeit habe ich nicht sehr viel gelesen, da ich dies mit der verdienten Aufmerksamkeit für die jeweilige Geschichte tun möchte. Zuletzt bewusst gelesen habe ich Bücher von Peter Märkert und Klaus Hindemith.Wen ich besonders bewundere, ist Agatha Christie.

Gilt bei ihnen auch nach dem Buch ist vor dem Buch, soll heißen: Gibt es schon Pläne für den nächsten Roman?
Ja, ich arbeite an einem neuen Skript, wieder ein Krimi und weitere Ideen habe ich auch. Mal sehen, was jeweils draus wird.

Die Fragen stellte Peter Mohr

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