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Stadt will Anwohner in
Wohnungslosen-Einrichtung einladen

Haus Gloria: Erste Bauarbeiten an der Lothringer Straße

Die Stadt Bochum will in den aufgegebenen Altenheimen an der Lothringer Straße (Haus Gloria) Wohnungslose unterbringen. Die Pläne waren im letzten Sommer auf Widerstand bei den Gerthern und Gertherinnen gestoßen.

Was die meisten störte: In der direkten Nachbarschaft befinden sich zwei Kindertagesstätten und eine Einrichtung für Unter-Dreijährige. Wohnungslose, womöglich unter Drogen oder psychisch erkrankt, das könnte die Kinder mindestens irritieren, wenn nicht traumatisieren, Spritzen oder Flaschen könnten auf den Spielplätzen landen.

Soweit die Befürchtungen. Sozialdezernentin Britta Anger hatte dem schnell den Wind aus den Segeln genommen. „Wir überlegen, dort Menschen unterzubringen, die in anderen Häusern schon leben und bei denen eine Perspektive besteht,dass sie auch langfristig eine Wohnung beziehen können“, sagte sie, nachdem eine Unterschriftenliste auf den Weg gebracht worden war, „in der Lothringer Straße werden Menschen wohnen und sie werden betreut, rund um die Uhr. Wir haben Menschen, die zum Beispiel aufgrund von Trennung die Wohnung verloren haben und die durchaus noch einer Beschäftigung nachgehen.“

Übergabe-Zeitpunkt steht noch nicht fest

Jetzt nehmen die Pläne langsam Formen an. Es laufen erste Bauarbeiten. „Derzeit werden von dem Vermieter die mietvertraglich vereinbarten Arbeiten, die zum Betrieb der Unterkunft an der Lothringer notwendig sind, durchgeführt. Anschließend erfolgt eine Übergabe des Objekts. Arbeiten, die aufgrund der Belegung und der geplanten Nutzung von Mieterseite durchzuführen sind, erfolgen im Anschluss an die Übergabe. Ein Zeitpunkt für die Übergabe steht noch nicht fest“, sagte uns die Stadt.

Das werde alles ein paar Wochen in Anspruch nehmen, dann würden die ersten Menschen einziehen, so die Stadt Bochum weiter. Die Sozialverwaltung hatte das Gespräch mit denjenigen gesucht, die gegen die Einrichtung waren. Seitdem sind die Proteste gegen das Wohnungslosen-Projekt verebbt. „Protestnoten gab es nicht mehr. Es wurde den Bürgern ein „Tag der offenen Tür“ vor Inbetriebnahme der Wohnunterkunft versprochen, dieser wird bekanntgegeben, sobald die Umbauarbeiten abgeschlossen sind“, so die Stadt auf eine Anfrage des Hallobo-Magazins.

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