Projekt „ParkStreifen“

Figurentheater-Kolleg: Ein offenes Törchen für Langendreer

Spaß haben und mit den Menschen im Stadtteil in Kontakt kommen – das ist das Ziel des Projektes „ParkStreifen“ am Figurentheater-Kolleg. Dafür wurde der Zaun zum Volkspark Langendreer geöffnet und ein Törchen installiert, sodass sich das Kolleg nicht mehr hinter Hecken verstecken kann. 

Zusätzlich zum regulären Kursprogramm konnten zahlreiche kostenfreie Angebote zum Mitmachen geschaffen werden. Im Figurenbau Walk-In mit Johanna Pätzold wurden zum Beispiel von jungen Menschen zahlreiche Figuren aus übriggebliebenen und leuchtenden Materialien geschaffen und in dem digitalen Schreibworkshop ParkGeflüster sendeten die Teilnehmenden sich untereinander Postkarten mit ihren Stadtteil-Erzählungen. Zusätzlich zu dem Kursangebot wurde eine Oral History Recherche durchgeführt, bei der Menschen ihre persönlichen Geschichten teilten. Die Inhalte aus diesen Interviews wurden in diversen Veranstaltungen verarbeitet. 

Erzählen mit Objekten

Bei den Langendreerer Abenden beispielsweise lernten die Besuchenden verschiedene Personen aus dem Stadtteil kennen – entweder ganz direkt oder mithilfe von Interviewausschnitten und Objekten. Ausgehend von kleinen Geschichten kamen auch die Besucher immer wieder miteinander ins Gespräch. Gilbert Meyer und Marie Wacker vom Straßburger Théâtre Tohu-Bohu arbeiteten sich mit den Projektteilnehmer von „Erzählen mit Objekten“ ebenso an den Geschichten der Bochumer ab. 

Die Präsentation im Park stieß auf großes Interesse bei der Nachbarschaft, die gut gelaunt die szenischen und musikalischen Momente beobachtete und hin und wieder selbst zum Anpacken aufgefordert wurde. Für das große Sommerfest „Tanz im Knochenpark“ erarbeiteten sowohl Teilnehmende eines Maskenkurses des Kollegs als auch Theaterwissenschafts-Studierende der RUB kleine Szenen, die von zahlreichen Besuchenden bestaunt wurden. Gekrönt wurde der Abend mit Live-Musik, zu der alle Generationen gemeinsam im Park verteilt tanzten

Bronzeskulpturen im Park

Ende März wurden zwei Bronzeskulpturen, die der Figurenbauer Bruno Belil entworfen und gemeinsam mit Teilnehmenden aus dem Stadtteil umgesetzt hat, im Volkspark eröffnet. Außerdem wurde das Projekt L.A. Love in Kooperation mit dem storyLab kiU aus Dortmund präsentiert. Dabei wirft das Figurentheater-Kolleg einen Blick auf die Tinder-Bekanntschaften, die ersten Dates und auch auf die Trennungen von Langendreer.

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