„Warum sollen andere Leute nicht schön wohnen können?“

Diskussion um Neubaugebiet Hiltrop

Am Kreisel sollen Reihenhäuser und ein Mietshaus entstehen.

In Hiltrop sollen 43 Wohnungen, darunter 30 Reihenhäuser und ein Mehrfamilienhaus, entstehen. Auf der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Dietrich-Benking-Straße, gegenüber der „Hiltroper Alpen“, plant die Deutsche Reihenhaus AG ein Neubaugebiet, das Grundstück gehört ihr schön länger. 

Das Projekt war und ist umstritten. Gefordert wurde eine Freiluftschneise von 30 Metern Breite und der Verzicht auf die Versiegelung von Grundstücksflächen. 

Auch die Anwohner des bereits bestehenden Neubaugebiets sollen zum Teil dagegen sein. 

„Schöne Bebauung macht den Norden attraktiver“

Man kann die ganze Sache aber natürlich auch anders sehen – und das tut Anwohnerin Susanne Grett. Sie wohnt an der Marie-Luise-Tanski-Straße, also in direkter Nachbarschaft: „Wir haben hier neu gebaut und wohnen schön im Eigenheim, warum sollen das Andere nicht dürfen?“

Natürlich wäre ein Park schöner, sagt sie, man wolle auch einen Spielplatz für die Kinder, aber es gebe nun mal in NRW wenig freie Flächen zum Bauen. „Außerdem“, sagt Susanne Grett, „eine schöne Bebauung macht auch den Bochumer Norden doch insgesamt attraktiver. Und wenn wir alle was für das Klima und die Natur machen wollen, dann sollten wir vor allem die Schottergärten, die auch in unserer Siedlung zu sehen sind, verbieten, das Ökologische mitdenken. Das geht aber nur gemeinsam. Einsam ist nämlich immer doof, gemeinsam schafft man mehr.“

Das lassen wir dann mal so stehen.

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