Weihnachtbaum und Gänsebraten
direkt vom Hof

Die Landwirte Appelbaum, Westerhoff und Heinrichs verschönern das Fest

Die Felder mit den kleinen Nordmann- und Edel-Tannen in Sevinghausen erinnern an die Weihnachtswiese in „Peterchens Mondfahrt“: Reihenweise Mini-Bäumchen wachsen hier heran, um einmal als festlich geschmückter Weihnachtsbaum die Wattenscheider Stuben zu erleuchten.

„Zwölf Jahre dauert es etwa, bis ein Weihnachtsbaum 2,50 Meter große ist“, erzählt Landwirt Hermann Appelbaum. Seit 31 Jahren kauft er sie vierjährig vom Züchter und pflegt sie dann viele Jahre lang, bis er sie verkaufen kann. Er befreit sie regelmäßig von Unkraut und achtet viele Jahre lang für ausreichend Abstand für den schönen Wuchs: „Sie sind vollständig naturbelassen“. Auf ca. 1,5 Hektar Land hat er alle Größen an Weihnachtsbäumen von 1 bis 3,50 Metern.

Weihnachtsbäume können selbst geschlagen werden

Auf seinem Hof „In den Höfen 2“ kann man die Weihnachtsbäume ab 10. Dezember nicht nur täglich von 10 bis 18 Uhr kaufen. Nach zwei Jahren Corona-Pause kann man sie auf seinen Feldern am 10., 11., 17. und 18. Dezember von 9 bis 16 Uhr sogar selbst aussuchen und selbst schlagen. „Das ist besonders für die Kinder ein Erlebnis,“ so der 65-Jährige. Festes Schuhwerk und eine eigene Säge sollten möglichst mitgebracht werden. Dann braucht es nur noch Muskelkraft. Zur Stärkung gibt es Glühwein mit und ohne Alkohol, Bratwurst und Wafeln.

Jede Menge Weihnachtsbäume verkauft Landwirt Westerhoff in Westenfeld auch: Nord- und Edeltannen, Nobilis und Amerikanische Felsentanne gibt es täglich vor dem Hofladen an der Westenfelder Straße 155 – mit Lieferservice. Konkurrenzlos in Wattenscheid ist er aber mit eigenen Gänsen und Enten für den Braten zum Martins- und Weihnachtsfest.

„Alle Gänse und Enten sind bereits vorbestellt und verkauft.“

Ab Mai schnattern drei Wochen alte Gänse auf der Obstwiese an der Westenfelder Straße. Ab August wechseln sie ins Maisfeld. Das fressen sie in den folgenden Monaten ratzefatz ab. „Erst knabbern sie unten den Holm durch bis er bricht, und dann fressen sie Blätter und Kolben ab,“ beschreibt Florian Westerhoff die durchweg ökologische Haltung. Einzig Weizen wird zugefüttert. Nach einem halben glücklichen Jahr wird die erste Hälfte zu St. Martin geschlachtet, die übrigen Gänse werden zum Weihnachtsfest geschlachtet.

„Ohne Transport direkt bei uns im Haus und völlig stressfrei, wofür uns das Veterinäramt immer lobt“, erzählt der 23-jährige Landwirt. Ebenso verfährt er mit den Enten, die ab August quakend ein freies Leben auf der Obstwiese und im Stall führen. Die Qualität vom Erzeuger ist bekannt: „Alle Gänse und Enten sind bereits vorbestellt und verkauft.“

Weihnachtszauber made in Wattenscheid!

Auch der Hof Hinderfeld in Eiberg verwandelt sich traditionell im Advent in einen wunderschönen Tannenwald. „Täglich von 10 bis 18 Uhr gibt es Weihnachtsbäume aus dem Sauerland – auch mit Lieferservice.,“ erzählt Bauer Achim Heinrichs. Am 3. Advent, 11. Dezember, gibt es ein besonders Event mit Heißgetränken, Waffeln, Bratwurst und Weihnachtsliedern zum Mitsingen: Um 12.30 Uhr spielt der Ev. Jugendposaunenchor Linden und um 15.30 Uhr die Jagdhornbläsergruppe vom Hegering Wattenscheid. Weihnachtszauber made in Wattenscheid!

Bericht von Sabine Strohmann

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