Die VfL-Kolumne
von Ansgar Borgmann
Anne Castroper: VfL Bochum vor dem Saisonstart
VfL-Stadionsprecher Ansgar Borgmann philosophiert in seiner VfL-Kolumne „Anne Castroper“ mal wieder über unsere blau-weißen Jungs.
Wisst ihr, wat kacke is? Natürlich, es ist braunes Geschlönz aus dem Allerwertesten, wenn man es proktologisch betrachtet. Meine ich aber nicht. Wird ja auch nicht großgeschrieben, also dat am Anfang dieses Abschnitts. Ist eher im Sinne von „beschissen“ gemeint. Thematisch verwandt, grammatikalisch unterschiedlich.
Also, k***e ist (im Sinne von bes*****en), dat der Redaktionsschluss VOR dem Auftaktspiel am Freitag liegt. Ich kann also jetzt gar nicht darüber räsonieren, ob der VfL supertoll, toll, klasse, weltklasse, durchschnittlich oder bes*****en gespielt hat, hinsichtlich des Resultats und/oder der Performance.
Ganz Deutschland guckt zu
Was Fakt ist: Ganz Deutschland guckt beim Auftaktspiel in Liga Zwo zu. Oder hat zugeguckt – ich weiß es ja nicht wegen Redaktionsschluss undsoweiter. Weil auf Fußballentzug. Die WM ist ja nun auch schon wieder mehrere Wochen her, die meisten wissen gar nicht mehr, wer Weltmeister geworden ist (Anm. des Red.: Spanien – ich helfe, wo ich nur kann!). Und ob der Infantino Gianni nach seinen schamlosen Eingriffen in das Turnier (das Spiel durch Trinkpausen in den US-Sport- und Werbemaßstab geviertelt, Argentinien mit Superstar Messi bis ins Finale geleitet, dem Trump eine Rote Karte durchgehen lassen – um nur einige Beispiele zu nennen) demnächst als FIFA-Chef weiterwurschteln darf, ist zum jetzigen Zeitpunkt auch fraglich. Da hat der windige Schweizer eventuell einen Winkelzug zu viel geplant. Aber sicher ist nix.
Wo war ich? Ach ja: Ganz Deutschland guckt zu/hat zugeguckt/hätte zugucken können. Wenn unser Schmuckkästchen noch einmal in voller Pracht erstrahlt. Haben wir dann nur noch einmal im August gegen Osnabrück (wieder freitags, wieder unter Flutlicht, I love it!) und im September gegen Fürth (das „Rückspiel“ nach dem Aufeinandertreffen im DFB-Pokal Ende August) – dann ist Länderspielpause und der Stadionumbau wird staubig.
Aber ich greife vor. Was sich bis dahin tut, ist derzeit nicht absehbar. Die Hoffnung aber ist groß, dass der VfL zum ersten Mal seit zehn Jahren das Auftaktspiel nicht in den Sand setzt – und darüber hinaus so gut startet, dass wir alle dieser ersten Länderspielpause entspannt entgegenblicken können. Es wäre uns so was von zu gönnen.
„Hard to beat“ in die neue Saison
Was Hoffnung macht? Eine Vorbereitung, in der wir „hard to beat“ waren, schwer zu schlagen, wie Uwe Rösler in feinster englischer Zunge vorgetragen hat. Das Ganze anlässlich des Gastbesuchs von Sheffield United, dem Club aus unserer Partnerstadt. Es waren schöne Tage, die die „Blades“ in und um Bochum zelebriert haben. Und es gab ein 0:0 der besseren Sorte, mit dem beide Teams gut leben konnten. Nach Siegen in Oberhausen, gegen Antwerpen und Swansea sowie einem Remis bei Ajax Amsterdam wähnte sich der VfL gut gewappnet für den Saisonstart. Aber Wähnen heißt nicht Wissen – und ich weiß nicht, wie das Spiel gegen Hertha ausgegangen ist. Noch nicht. Wat k***e ist – im Sinne von bes*****en.
Mit vorausschauend blau-weiß Grüßen
Euer Ansgar Borgmann
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