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Auf der Wittener Straße

40 Tonnen Brücke in Laer „demontiert“

Abbruch konnte man es sicher nicht nennen. Es war eher eine spektakuläre Demontage der aus Fertigteilen bestehenden Fußgangerbrücke in Laer, über die bis zuletzt die Bürger aus Laer-Mitte die Straßenbahnhaltestelle in der Mitte der Wittener Straße erreichen konnten. 

Und es waren an diesem Sonntagmittag mitten in den Schulferien auch nicht besonders viele Schaulustige gekommen, um den Spezialisten und Maschinen bei der hochqualifizierten Arbeit zuzusehen.

650-Tonnen-Kran rückte an

„Um die jeweils etwa 40 Tonnen schweren Einzelteile der Brücke zu bewegen“, so Dipl.-Ing. Karl-Heinz Rogalla, Bauleiter der ausführenden Firma Stricker Umwelttechnik, „kommt ein 650-Tonnen-Kran zum Einsatz.“ Ein Tieflader beförderte die insgesamt sechs Brückenteile von der Wittener Straße auf das schon für die Bebauung vorbereitete Grundstück zwischen ZESS und Hardeck. Hier stand ein etwas kleinerer Kran, der die Betonteile „eine Etage höher“, auf das weiter zurückliegende Grundstück beförderte, wo sie vom Metall getrennt und unmittelbar zerkleinert wurden.

Auf diesem Grundstück lagert ohnehin bereits jede Menge Material, das dem alten Opel-Gelände im Zuge der Baumaßnahmen entnommen wurde und wieder verwendet werden wird. „Auch alles, was wir hier und heute abbauen“, so Bauleiter Rogalla, „wird recycelt und wieder verbaut.“ Die kleingeschredderten Betonteile bleiben vor Ort auf dem alten Opel-Gelände, das Metall wird woanders wiederverwendet.

Mittags war die Brücke Geschichte

Nachdem die umfangreichen Vorarbeiten bereits am Samstag erledigt worden waren, startete das Stricker-Team am Sonntag schon um 6 Uhr. Um etwa 11.30 Uhr hob der Kran das erste Brückenteil von den Trägern und setzte es sicher auf dem Tieflader ab. Eine gute Stunde später folgte die zweite Hälfte der südlichen Brückenseite. Vier weitere Teile folgen, werden ganz routiniert abgehoben.

Die Bahn-Haltestelle ist nun für Fußgänger nicht mehr erreichbar. Eine Ampel macht keinen Sinn, weil dann die Gleise überquert werden müssten. Bahnfahrer müssen also so lange die nächstgelegene Haltestelle nutzen, bis die neue Zuwegung zum Mark 51.7-Gelände fertiggestellt ist.

Text und Fotos: Eberhard Franken

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