ÖPNV

Weichenstellung an der Wittener Straße – Mark 51.7 ist Schienennetz

Seit März laufen die Gleisanschlussarbeiten der Bogestra im Bereich Mark 51.7. Da wo früher der Opel Kadett gebaut wurde, fährt demnächst die Straßenbahn.

Für 6,6 Millionen Euro werden 1,6 Kilometer Schienen verlegt und an der Wittener Straße in Laer an das bestehende Schienennetz angeschlossen. Zwei Drittel der Summe können über Fördergelder abgedeckt werden. Bis Ende 2021 soll alles fertiggestellt sein.

Wann dann die erste offizielle Straßenbahn die Haltestellen auf Mark 51.7 anfährt, hängt von der Stadt Bochum ab. „Sobald alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, stimmen wir mit der Stadt ab, wann es losgehen soll. Wir sind jedenfalls zuversichtlich, den gesteckten Zeitplan einhalten zu können“, sagt Christof Kollmann, Pressesprecher der Bogestra.

Schleifwagen macht den Anfang

Als erster Straßenbahnwagen überhaupt war jetzt der Schleifwagen auf den Schienen im Bereich des ehemaligen Opelwerkes unterwegs. Noch ist dort von blühenden Gewerbe-, Innovations- und Wissenschaftslandschaften nichts zu erkennen. Die ehemalige Opel-Hauptverwaltung – das jetzige O-Werk – steht da noch ziemlich allein in einer riesigen Wüste aus Lehm und Dreck. Aktuell werden Straßen gebaut und Versorgungsleitungen in dem Gebiet verlegt. Viele Unternehmen und auch die Ruhr Universität stehen aber in den Startlöchern, um so schnell wie möglich loszulegen.

Allein die Bogestra hat 55 Masten und 192 Tonnen Schienen an der neuen Suttner-Nobel-Allee aufgestellt und gelegt. Damit die Linie 302 von ihrer bisherigen Strecke in den neuen Bereich abbiegen kann, sind im Juni Weichen in die alten Schienen in der Wittener Straße montiert worden. Dazu war die Verkehrsader zeitweise voll gesperrt. Auch der Autoverkehr konnte nicht so fließen wie gewohnt. „Läuft alles nach Plan, werden wir irgendwann im Juli auf der Wittener Straße wieder eine relativ normale Verkehrsführung haben“, so Kollmann.

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