Pro Tag 1000 Tonnen Boden bewegt

USB: Eine Mülldeponie wird abgedichtet

Im Frühjahr 2021 hatte der USB Bochum begonnen, die ehemalige Zentraldeponie Kornharpen für eine endgültige Oberflächenabdichtung vorzubereiten. Der erste Bauabschnitt ist nun erfolgreich beendet.

Im April 2022 werden die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt fortgesetzt. Diese Arbeiten dienen zur „Glättung“ des Deponiekörpers, um im kommenden Jahr abdichtende Folienbahnen und Erdschichten aufbringen zu können. Insgesamt sind die Arbeiten für die Oberflächenabdichtung für neun Jahre geplant.

Deponie wird vorbereitet

Der USB ist verpflichtet, die ehemalige Hausmülldeponie in Kornharpen nach einer gewissen Ruhephase endgültig abzudichten. Dafür müssen die abgelagerten Abfälle durch ausreichende Bodenschichten und Abdichtungen von Umwelteinflüssen abgeschnitten werden. Das verhindert, dass Niederschlagswasser in den Deponiekörper eintritt und sorgt dafür, dass chemische Prozesse in den Abfallschichten zum Erliegen kommen. Dazu werden ab Jahr 2021 Arbeiten zur Vorprofilierung vorgenommen. Diese dienen dazu, die Oberfläche der Deponie so vorzubereiten, dass im Jahr 2023 damit begonnen werden kann, abdichtende Folien und Erdschichten auf dem Deponiekörper aufzubringen.

Pro Tag 1000 Tonnen Boden bewegt

Dazu muss die Deponie möglichst „glatt“ sein, damit die Abdichtung nicht reißt oder Verwerfungen entstehen. Die Böschungen müssen dazu eine gleichbleibende Neigung aufweisen. „150.000 Tonnen Böden haben wir allein 2021 für den ersten Abschnitt aus unserem Bodenzwischenlager bis zur Baustelle im Osten der Deponie bewegt“, so Deponieleiterin Sigrun Kreulich. Im Durchschnitt lag die Menge des transportierten Bodens pro Arbeitstag bei ca. 1000 Tonnen.

Ähnliche Mengen erwartet die Deponieleiterin auch für jeden der kommenden Bauabschnitte, in die die Deponie unterteilt wurde. Die Baustelle „Vorprofilierung“ wandert in sieben Jahren in sieben Abschnitten um die gesamte Deponie. Dabei hat sie immer einen zweijährigen Vorsprung zu den eigentlichen Arbeiten an der Oberflächenabdichtung. Wenn die Folien im Bauabschnitt 1 ausgerollt werden, dann sind die Trecker und Bagger bereits im Bauabschnitt 3 mit der Vorbereitung und Glättung der Deponie beschäftigt. Insgesamt wird die komplette Abdeckung neun Jahre in Anspruch nehmen. Das erste Vorbereitungsjahr ist nun geschafft.

Zum Ende der ersten Bauphase wird bereits der zweite Bereich ins Auge gefasst. Dazu wird im Frühjahr ein fünf Hektar großes Gebiet in Richtung Süden (Blickrichtung Werner Hellweg) in Angriff genommen.

Ein Habitat für die Kreuzkröten musste deshalb zugeschüttet und an derer Stelle außerhalb der künftigen Baustelle wieder angelegt werden. Auch die Wegeführung zum nächsten Baufeld wird schon vorbereitet, damit im Frühling der Betrieb wieder losgehen kann.

Mehr Informationen zu den Arbeiten an der Deponie sind auch auf der USB-Homepage zu finden.

Die Zentraldeponie Kornharpen von oben. Im Vordergrund zu sehen das Bodenzwischenlager.  Der erste und der zweite Bauabschnitt befinden sich im hinteren Bereich der Deponie. 

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