Quartiersmanagerin
stellt sich mit Blumensamen vor

Sonja Hasenkamp will Gerthe blühen lassen

In Gerthe ist momentan viel in Bewegung. Und das ist auch nötig. Bochum Marketing will mit einer Personalie noch mehr Schwung in den Stadtteil bekommen, mit echter Arbeit vor Ort: Im November vergangenen Jahres hat Sonja Hasenkamp die neu geschaffene Stelle als Quartiersmanagerin angetreten.

Jemand in dieser Position muss natürlich erst mal ein Gesicht im Stadtteil bekommen. Die 24-Jährige verteilte deswegen in Gerthe nachhaltige Flyer – gleichzeitig enthielten die Karten Samen einer Blumenmischung, damit der Stadtteil im Sommer blüht. Mit der Aktion will sich Hasenkamp dem Quartier vorstellen. 

Stadtteil Gerthe soll sich besser vernetzen

Alle Einzelhändler will sie abklappern, außerdem einige Karten öffentlich auslegen. „Ich möchte, dass die Anwohner und Geschäftsleute mich kennenlernen und wissen, was ich mache“, sagt Hasenkamp. Als Quartiersmanagerin will sie vor allem dafür sorgen, dass sich der Stadtteil besser vernetzt, leerstehende Ladenlokale wieder mit Leben gefüllt werden und sich die Aufenthaltsqualität im Gerther Zentrum verbessert. Die Flyer-Aktion war dafür schon mal ein wichtiger Schritt.

Wer eine der 500 Karten in die Hand bekommt, kann sie – nachdem die Kontaktinformationen gespeichert wurden – unter der Erde eingraben. Am besten im Mai oder Juni, dann haben die Sommerblumen die beste Chance zu wachsen. Hasenkamp hofft auf viele Rückmeldungen und im Sommer auf einen blühenden Stadtteil.

Bei den ersten Besuchen war die Resonanz positiv. „Ich finde es gut, dass hier Leben reinkommt. Der Bedarf ist groß“, sagt beispielweise Sandra Bigoszewski, Besitzerin des Floristikladens Blumenglück und Ur-Gertherin. Seit ihrem Antritt als Quartiersmanagerin im November 2021 hat sich Hasenkamp einen Eindruck der Situation vor Ort gemacht. „Wegen Corona waren die ersten Kontaktaufnahmen etwas schwieriger, aber ich habe schon sehr viele Gespräche geführt, vom Bezirksbürgermeister über Vereine und Schulen bis zu sozialen Einrichtungen“, sagt sie.

Jetzt sollen in der Bevölkerung weitere Ideen gesammelt und gemeinsam umgesetzt werden. Als nächstes ist ein runder Tisch für das Quartier in Planung.

Quartiersmanagerin: Gerthe hat so einiges zu bieten

„Gerthe hat einiges zu bieten, hier passiert zur Zeit viel. Das ist Chance und Herausforderung zugleich. Die Leute sind aktiv und haben zahlreiche Ideen. Dabei müssen wir verschiedene Interessen zusammenbringen. Aber ich bin zuversichtlich, die Gemeinschaft ist gut. Wir werden niemanden allein lassen, sondern wollen die Akteure stärken“, erzählt Hasenkamp, die Geografie im Master an der Ruhr-Universität Bochum studiert, passenderweise mit der Vertiefung Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement: „Der Job hier hat mir von Anfang an Spaß gemacht, weil es ein Thema ist, das mich sehr interessiert. Es ist eine abwechslungsreiche Arbeit. Ich mag es, mit den Menschen in Kontakt zu treten, da bekommt man unheimlich viel zurück. Und in einigen Monaten können wir dann hoffentlich auch schon die ersten Verbesserungen sehen. Ich bin motiviert, den Stadtteil zu entwickeln.“

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