Musiker arbeitet an Solo-Album

Nordkopf: Guntmar Feuerstein

Musik und noch viel mehr. Über Guntmar Feuerstein könnte man Bücher schreiben. Der Bochumer ist einer der Pole, um die sich die Bochumer Musik-Szene dreht. 

Er betreibt das Kopfhörer-Studio am Harpener Feld, in dem RTL, der WDR oder Größen wie Jochen Malmsheimer und Atze Schröder sowie unzählige Musiker ihre Aufnahmen machen, Guntmar Feuerstein organisiert den Bochumer Singer-Songwriter-Contest im Anneliese Brost Musikforum Ruhr gemeinsam mit Radio Bochum, hat sich lange um Erhalt und Neuausrichtung des Alten Amtshauses Harpen gekümmert, und, und, und. 

Guntmar Feuerstein ist nicht nur Musiker, sondern auch Autor

Eigene Comedy-Programme („Nix gegen lange Haare“) hat er auf die Bühne gebracht, schreibt Texte, zum Beispiel für Atze Schröder, für Programme von Mario Barth bis Mirja Boes, komponiert Titelmusik, zum Beispiel für die Fernsehserie „Rita´s Welt“. Nebenbei macht er auch noch Kinderradio beim WDR. 

Und das ist alles nur eine sehr kurze Zusammenfassung von dem, was bisher war und ist. 

Vom Rockpalast in die ZDF-Hitparade

Angefangen hat alles mit der Band Breakfast, bei der Guntmar Feuerstein in den 70ern die Keybords, noch als Student der Dortmunder Hochschule für Musik spielte. Dann kam die Dschungelband, ein Auftritt im legendären Rockpalast. Aus der wurde die Gruppe Strandjungs – und die startete in den Achtzigern in der Neuen Deutschen Welle durch, der Song „Surfen auf´m Baggersee“ kam auf Platz eins der ZDF-Hitparade.

Wer aber Vollblut-Musiker ist, hört auch nach den größtmöglichen Erfolgen nicht einfach auf: 

„Ich bin drei Jahrzehnte durch verräucherte Clubs, mittelprächtige Hallen und überschaubare Straßenfeste getingelt und zum Punkt der Erkenntnis gekommen, es gibt nicht nur eine Wahrheit, sondern zwei. Die, an die ich geglaubt habe, und eben die andere“, hat er mal geschrieben. 

Die Musik ist bei den Feuersteins Familienangelegenheit

Bei Guntmar Feuerstein zuhause und in seinem Studio ist alles voller Instrumente, seine gesamte Familie ist im Musikgeschäft. „Die Feuersteins“ sind eine Band, die Töchter Carla und Emily singen und spielen mit. 

„Gute Laune bring ich immer mit“, sagt der Bochumer über sich selbst, der sich auch schon mal als die Trümmerfrau des Rock´n´Roll bezeichnet hat. 

„Meine Frau behauptet immer, ich sammle Instrumente. Ich sage, dass ich sie brauche“, lacht Guntmar Feuerstein, „zuletzt habe ich mir eine Zither gekauft, die hat mein Vater schon gespielt. Und die setze ich auch ein.“

Zum Beispiel auf seiner Solo-Platte, deren Produktion gerade in den letzten Zügen liegt. Seit einem Jahr arbeitet Guntmar Feuerstein zuhause und in seinem Studio an dem Album mit dem Titel „Gehst Du mit mir bis ans Ende der Zeit und noch weiter, was auch kommen mag?“  

Vinyl-Platte geplant

Zeit genug ist da – die Corona-Pandemie verhindert Auftritte. „Aber ich habe die Vorstellung, dass ich im Frühling ein paar kleine Videos zu den Songs mache, die ich dann digital veröffentliche. Und dann soll eine Vinyl-Platte erscheinen“, sagt Guntmar Feuerstein, „dann setzt man sich hin, legt die Platte auf und tut nichts anderes als hören. Das ist schön.“

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