Feuerwehr Bochum
FW-BO: Mehrere Paralleleinsätze fordern Feuerwehr und Rettungsdienst
Bochum (ots)
Die Feuerwehr Bochum war am Mittwochmittag über einen längeren Zeitraum mit mehreren zeitgleich stattfindenden Einsatzlagen im gesamten Stadtgebiet gefordert. Innerhalb von gut einer Stunde mussten ein Kohlenstoffmonoxid-Austritt in Wattenscheid, ein Wohnungsbrand in Hofstede sowie ein Brand in einer Förderschule in Hiltrop bewältigt werden. Zeitgleich kam es zu einer hohen Auslastung des Rettungsdienstes. Die parallelen Einsatzlagen stellten die Einsatzkräfte vor besondere organisatorische Herausforderungen.
Aufgrund der Vielzahl der Einsätze waren alle vier Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr Bochum sowie die Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr Nord, Altenbochum, SE-IuK, Bochum-Mitte und Wattenscheid-Mitte im Einsatz. Zusätzlich waren zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes in die Einsatzbewältigung eingebunden.
Kohlenstoffmonoxid-Austritt in Wohngebäude in Wattenscheid:
Um 11:42 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Wohngebäude an der Bochumer Straße in Bochum-Wattenscheid alarmiert. In einer Dachgeschosswohnung war es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Austritt von Kohlenstoffmonoxid (CO) gekommen.
Messungen der Einsatzkräfte ergaben in der betroffenen Wohnung eine sehr hohe und für Menschen gefährliche Konzentration des geruchlosen Gases. Insgesamt wurden vier Personen verletzt. Eine Person erlitt schwere Verletzungen, drei weitere Personen, darunter Jugendliche, wurden leicht verletzt.
Nach der medizinischen Versorgung vor Ort wurden alle vier Betroffenen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert. Die schwerverletzte Person wurde in ein Krankenhaus nach Gelsenkirchen gebracht, wo eine Behandlung in einer Druckkammer erfolgen konnte.
Parallel führten Einsatzkräfte unter Atemschutz umfangreiche Mess- und Kontrollmaßnahmen in der betroffenen Wohnung, im gesamten Gebäude sowie in angrenzenden Wohneinheiten durch. Dabei konnten außerhalb der betroffenen Wohnung keine erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentrationen festgestellt werden.
In Abstimmung mit den Stadtwerken sowie dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger wurde die Heizungsanlage der betroffenen Wohnung vorsorglich außer Betrieb genommen. Anschließend konnte die Einsatzstelle an den Bezirksschornsteinfeger übergeben werden.
Der Einsatz endete gegen 13:15 Uhr.
Rauchentwicklung aus Wohnung sorgt für Feuerwehreinsatz in Hofstede:
Während die Maßnahmen in Wattenscheid noch liefen, wurde die Feuerwehr um 12:33 Uhr zur Ernestinenstraße in Bochum-Hofstede alarmiert. Anwohner meldeten Rauchentwicklung aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte waren Brandgeruch sowie ein ausgelöster Heimrauchmelder feststellbar. Da sich niemand in der Wohnung befand, verschafften sich die Einsatzkräfte über die Drehleiter Zugang zur Wohnung.
Als Ursache konnte schnell Essen auf einem eingeschalteten Herd festgestellt werden. Anschließend wurde die Wohnung mittels Überdruckbelüftung entraucht.
Verletzt wurde niemand.
Der Einsatz konnte gegen 13:30 Uhr beendet werden.
Brand in Förderschule in Hiltrop:
Um 12:55 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage einer Förderschule an der Eifelstraße 15-17 in Bochum-Hiltrop aus. Während die ersten Einsatzkräfte alarmiert wurden, informierte die Hausmeisterin die Leitstelle zusätzlich telefonisch darüber, dass es zu einem Brand in einem Abstellraum gekommen sei und sich im Rahmen der Ferienbetreuung noch Kinder im Gebäude befänden.
Daraufhin erhöhte der Einsatzleitdienst die Alarmstufe auf „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“, wodurch weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle entsandt wurden.
Bei Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich ein Brand in einem Abstellraum im ersten Obergeschoss des Schulgebäudes. Das Schulpersonal hatte bereits vorbildlich gehandelt und das Gebäude vollständig geräumt, sodass sich bei Ankunft der Feuerwehr keine Personen mehr im Gefahrenbereich befanden.
Die Brandbekämpfung erfolgte mit einem C-Rohr durch zwei Trupps unter Atemschutz. Parallel wurde das Gebäude kontrolliert und umfassend entraucht.
Die neun betreuten Kinder sowie sieben Erwachsene blieben unverletzt. Sie wurden vorsorglich durch den Rettungsdienst betreut.
Aufgrund der erheblichen Rauchausbreitung ist das gesamte erste Obergeschoss derzeit nicht nutzbar. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Maßnahmen zur weiteren Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben.
Der Einsatz endete gegen 14:30 Uhr.
Hohe Auslastung des Rettungsdienstes:
Zusätzlich zu den beschriebenen Einsatzlagen war zwischen 12:30 Uhr und 13:45 Uhr eine hohe Auslastung des Rettungsdienstes zu verzeichnen. Die zeitgleiche Bewältigung mehrerer größerer Einsatzereignisse sowie weiterer rettungsdienstlicher Einsätze erforderte eine intensive Koordination der verfügbaren Einsatzmittel.
Trotz der angespannten Lage konnten alle Notrufe bearbeitet und die erforderlichen Hilfeleistungen sichergestellt werden.
Rückfragen bitte an:
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Feuerwehr Bochum
E-Mail: feuerwehr-pressestelle@bochum.de
Telefon: +49 (0)234 9254-978
Verfasser: Hilal El Gaich
https://www.bochum.de/Feuerwehr
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