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Gäste am Samstag willkommen

Funkamateure funken durch die Nacht

Funkamateure sind dafür bekannt, dass sie technisch sehr experimentierfreudig sind. Wenn alles läuft, lassen sie es gern darauf ankommen und treten in Wettbewerben gegeneinander an. Einen solchen Contest bestreitet das Wattenscheider Funkteam (DL4WAT) am Samstag, 17. Oktober.

Das Clubheim in der Wattenscheider Regenbogenschule ist schon seit den 90er Jahren das Domizil der Wattenscheider Funkamateure und wurde in den letzten Jahren grundlegend überarbeitet. Die unübersehbare Antennenanlage auf dem hinteren Dach der Grundschule wurde überarbeitet und ergänzt. Zudem wurde moderne Funktechnik angeschafft. Schließlich hat sich der Amateurfunk längst zu einem digitalen Hobby gemausert.

Gäste und Mitstreiter willkommen

Das Clubheim ist die Kulisse eines Marathons, den die Wattenscheider Funkamateure am Samstag ab 17 Uhr bestreiten wollen. 24 Stunden Funkbetrieb im Worked All Germany Contest, kurz WAG, stehen auf dem Programm. Dabei geht es darum, mit möglichst vielen Stationen Kontakt zu haben. Weltweit sind Funkamateure aufgefordert, mit deutschen Stationen Kontakt aufzunehmen. „Natürlich stärkt man sich vorher“ erklärt Ulli Weber, Vorsitzender der Wattenscheider Funkamateure. „Der Grill steht schon bereit. Das wird eine lange Nacht, aber wir werden uns regelmäßig ablösen.“ Gäste und Mitfunker sind willkommen. Weber: „Unsere Tür steht immer offen!“

Vielfältiges Hobby

Funkamateure sind technisch interessierte Enthusiasten, die sich aus persönlichem Interesse und ohne kommerzielle Absichten mit der Funktechnik beschäftigen. Sie bauen eigene Antennen, Sender, Empfänger oder digitale Zusatzgeräte und erforschen physikalische sowie technische Grundlagen. 

Wer aktiv funken (also Signale senden) möchte, braucht eine offizielle Erlaubnis. Dafür muss man eine Prüfung bei einer Behörde – in Deutschland bei der Bundesnetzagentur – ablegen. Nach der bestandenen Prüfung bekommt der Funkamateur durch die Bundesnetzagentur ein weltweit einmaliges Rufzeichen zugeteilt, das im Gespräch genannt werden muss.

Das Hobby ist vielfältig. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht von der Morsekommunikation bis zum Satellitenfunk. Der Gesprächspartner kann ein Funkkollege aus derselben Stadt, aber auch eine Raumstation oder eine Forschungseinrichtung in der Antarktis sein. So sind z.B. die ISS oder die Forschungsstation Neumayer III mit einer Amateurfunk-Anlage ausgestattet. 

Der Einstieg in das Hobby über die kleinste von drei Lizenzen ist vergleichsweise einfach. Die Ortsverbände des Amateurfunkverbands DARC helfen gern. Kontakt: DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal. Tel.: 0561 949 88 0, E-Mail: darc@darc.de

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