Coole Sache

Eine Kräuterwanderung auf der Halde

Also klar – der Bochumer Tippelsberg ist zwar keine Halde, zählt aber trotzdem zu den künstlichen Landmarken unserer Region.

Als Boden- und Bauschuttdeponie wurde der „Berg“ lange vom USB Bochum genutzt, um vor allem dort den Aushub für den Bau der U35 zu deponieren. Nach Schließung der Deponie ist daraus ein grünes Naherholungsgebiet geworden. Beim Langen Tag der StadtNatur am Freitag, 26. August, hatte der USB zu drei Kräuterwanderungen auf den beliebten Aussichtspunkt eingeladen. Kräuterpädagogin Anke Roßmannek und Insektenexperte Fedor Thadeusz führten die Exkursionen.

Jedes Gewächs hat seine typische Eigenschaft

Viel missachtet und oft getreten sind so manche Gewächse, die auf dem Weg zur Spitze des Tippelsberges wachsen. Kräuterpädagogin Anke Roßmannek lenkte die Blicke der Teilnehmer aus drei ausgebuchten Wanderungen auf die oft unscheinbaren Kostbarkeiten. Ob Beifuß, Spitzwegerich oder wilde Möhre – die Expertin wusste mit Sachverstand über jede Pflanze zu berichten – welche Wirkung, welcher Geschmack, welche Gefahr. Jedes Gewächs hat seine typische Eigenschaft. Ihr Motto „Natur genießen“ konnte dabei wortwörtlich genommen werden. Selbstgemachte Dips, hergestellt aus den Wildkräutern vom Tippelsberg, konnten verkostet werden.

Viele Pflanzen haben auch eine heilende Wirkung

Auch so manchen medizinischen Tipp hatte die gelernte Pharmazeutisch-technische Assistentin parat. Denn viele Pflanzen auf dem Tippelsberg sind nicht nur schmackhaft, sondern haben auch heilende Wirkung. Am Ende hat sich für die interessierten Mitwanderer gezeigt, dass auch ein vermeintliches Unkraut einen zweiten Blick wert ist.

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