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Blutspender ausgezeichnet

Blutspenden am 20. September in Wattenscheid

Nach zweijähriger Pause fand in Wattenscheid erstmals wieder eine große Blutspenderehrung statt. 19 langjährige Stammspender wurden für ihr freiwilliges und unentgeltliches Engagement ausgezeichnet. Und: Am 20. September findet wieder eine Blutspende statt.

Ehrenurkunden, Blutspendenadeln und Präsente wurden überreicht. „Wir freuen uns, dass wir das freiwillige und unentgeltliche Engagement unserer Stammspender persönlich anerkennen und wertschätzen können“, betonte DRK-Präsident Thorsten Junker. Unterstützt wurde er von Gaby Struck, Referentin des DRK-Blutspendedienstes West. Sie verdeutlichte die große Bedeutung der regelmäßigen Blutspende: Allein in Bochum werden rund dreimal so viele Blutkonserven benötigt, wie vor Ort gespendet werden. Stammspender seien daher eine unverzichtbare Säule der Blutversorgung.

Lob und Kritik

In festlicher rot-weißer Dekoration erwartete die Geehrten ein umfangreiches Buffet. Nach der persönlichen Auszeichnung blieb ausreichend Zeit für Gespräche und den Austausch rund um die Blutspende. Dabei wurden sowohl Lob als auch Kritik angesprochen und zugleich die Blutspendetermine für 2027 vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf den Sonntagsterminen an der Sommerdellenstraße 26. Auch die Alte Lohnhalle, das Hotelrestaurant Beckmannshof, die Grill-Akademie Ruhr, Schley´s Blumenparadies sowie die Freiwillige Feuerwehr Eppendorf-Höntrop werden wieder als Veranstaltungsorte dabei sein.

Altersgrenze aufgehoben

Da die Altersgrenze für Blutspender bereits vor einigen Jahren aufgehoben wurde, erklärten die anwesenden Stammspender, ihre Blutspenden fortsetzen zu wollen, solange dies gesundheitlich möglich ist. Viele von ihnen engagieren sich darüber hinaus als Blutspende-Botschafter und werben im Familien- und Freundeskreis für die wichtige Hilfe. Positiv aufgenommen wurde auch, dass die während der Corona-Pandemie ausgegebenen Lunchpakete inzwischen der Vergangenheit angehören. Seit längerer Zeit gibt es nach der Blutspende wieder einen Imbiss. Besonders der persönliche Austausch und das gemütliche Beisammensein nach dem 500-Milliliter-Aderlass werden von den Stammspendern sehr geschätzt. Gaby Struck berichtete zudem über die fortschreitende Digitalisierung der Blutspende. So sollen künftig Laptops die bisherigen Papierfragebögen ersetzen. Auch das Terminreservierungssystem habe sich bewährt und werde von den Spendern gut angenommen.

Besondere Auszeichnungen

Im Mittelpunkt der rund zweistündigen Veranstaltung standen zwei besondere Ehrungen. Hein Wilhelm Kuhn wurde für 175 Blutspenden, Hartmut Röthig für 150 Blutspenden ausgezeichnet. Als besonderes Dankeschön erhielten beide vom DRK eine Senseo-Kaffeemaschine. Darüber hinaus wurden drei Spender für 125 Blutspenden, sechs für 100, einer für 75 und sieben für 50 Blutspenden geehrt. 29 weitere Gäste hatten ihre Teilnahme im Vorfeld leider abgesagt oder waren nicht erschienen.

Wie wichtig Blutspenden sind, wurde auch in den Gesprächen deutlich. Ein Spender verwies auf die große Bedeutung von Blutkonserven bei der Behandlung von Krebserkrankungen. Andere berichteten von der Versorgung nach Unfällen und Operationen und schilderten persönliche Erfahrungen aus ihren Familien. In der Abschlussrunde erfuhren die ehrenamtlichen Helfer des DRK viel Anerkennung von den Geehrten. Auch das kulinarische Angebot kam erneut bestens an: Das Buffet wurde ebenso gelobt wie die mittlerweile berühmte DRK-Erbsensuppe, die sich weiterhin großer Beliebtheit erfreut.

Blutspendetermin in Wattenscheid

Die nächste Blutspende an der Sommerdellenstraße 26 findet am Sonntag, 20. September, von 10 bis 14 Uhr, statt. Das DRK lädt alle Volljährigen mit einem Mindestgewicht von 50 Kilogramm zur freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende ein. Blut wird weiterhin dringend benötigt und kann bislang nicht künstlich ersetzt werden. Das DRK hofft deshalb insbesondere auf mehr Erstspender, um mit dem entsprechenden Nachwuchs auch langfristig die Blutversorgung sicherzustellen. Denn aktuell scheiden mehr Blutspender altersbedingt aus, als neue hinzukommen. Gleichzeitig spenden ältere Menschen häufiger als jüngere. Neue Blutspender sind deshalb dringend erforderlich.

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