Polit-Kolumne
Achim Henkel, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bezirksvertretung-Ost, berichtet:
Waren Sie heute schon im Stadtteil spazieren? Abseits des Autoverkehrs auf Fußwegen? Zum Beispiel am Ümminger See, im Werner Park, an den Harpener Teichen, auf dem Kreuz in Laer oder in der Bömmerdelle? Solche Wege machen unsere Stadtteile im Bochumer Osten attraktiv, es sind Räume für Erholung, Bewegung und Spiel vor Ort.
Wir in der Bezirksvertretung Bochum-Ost haben deshalb einen besonderen Blick auf diese Wege und deren Zustand, jährlich investieren wir einen größeren Betrag unserer bezirklichen Mittel in die Instandsetzung. Aktuell ist gerade die Erneuerung des Weges südlich der Harpener Teiche und zweier Wege zwischen Unterstraße und Ümminger See beschlossen worden, trotz der angespannten Haushaltslage in Bochum. Aber wenn Geld fehlt, geht es darum, Prioritäten zu setzen. Und eine unserer Prioritäten ist der Zustand unserer Stadtteile, dazu gehören auch die Fußwege.
In Grünanlagen sind unsere Wege zumeist mit einer wassergebundenen Oberfläche versehen. Wassergebundene Wege bestehen aus einer Tragschicht aus grobem Schotter und einer verdichteten Deckschicht aus Sand und kleinen Steinen, ohne zusätzliches Bindemittel wie z.B. Teer. Gegenüber asphaltierten Wegen haben sie auch Vorteile: sie sehen natürlicher aus und fügen sich gut in die Landschaft ein, sie leiten Wasser schnell ab, was Pfützen und Rutschgefahr reduziert, sie sind umweltfreundlicher, da sie Regenwasser versickern lassen und aus natürlichen Materialien bestehen, sie speichern weniger Hitze, was sie im Sommer angenehmer macht, sie reduzieren Lärm und sie sind einfacher zu warten und zu reparieren.
Letzteres ist zugleich einer der Nachteile. Wenn die Wartung fehlt, werden Sie – z.B. nach Befahren mit schwerem Gerät – schneller unansehnlich und uneben als der langlebigere Asphaltweg. Und wenn der Weg auch für Radfahrer freigegeben ist, kommt von diesen die Forderung nach Asphaltierung auf, denn dann hat man weniger Rollwiderstand und kann schneller fahren. Allerdings sei denen gesagt, dass auf kombinierten Rad- und Fußwegen die Geschwindigkeit sowieso an die des Fußgängers angepasst werden muss.
Insgesamt setzt Bochum da, wo es möglich ist, auf umweltverträgliche Lösungen, und das ist gut so. Genießen Sie also den nächsten Spaziergang gleichermaßen auf einem wassergebunden wie auf einem asphaltierten Weg und kommen Sie gut durch den Sommer.
Bis dahin, Achim Henkel
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