histoBO:
Steaks als Beilage serviert
Das Kartoffelhaus schrieb Geschichte
Optisch wie kulinarisch sei das Haus eine Bereicherung für Langendreer. So war es Mitte März 1983 in der Zeitung zu lesen. Gemeint war das Kartoffelhaus in Bochum.
In das Eckhaus Hauptstraße/Stockumer Straße war – nach umfangreicher Sanierung – 1983 gerade ein neues Restaurant eingezogen und weckte mediales Interesse: Im „Kartoffelhaus“ wurden die Spezialitäten aus Erdäpfeln als Hauptgericht, die Steaks lediglich als Beilage serviert.
Ausschließlich Kerzenlicht
Ein originelles Konzept, das schon in Essen, Hannover und Duisburg für Staunen gesorgt hatte und dort viele Freunde fand. Jetzt hielt die Idee eines auf die Knolle setzenden und ausschließlich von Kerzen beleuchteten Restaurants also Einzug in Langendreer.
Immobilienbesitzer Karl Semmler, damals auch Eigentümer des renommierten Hotels „Römischer Kaiser“ in Dortmund, hatte schräg gegenüber unter dem Müser-Turm ein Kegelzentrum etabliert, wo aktuell viele Bands die Matrix rocken. Er hatte das Kartoffelhaus, in dem sich zuvor eine Kneipe befand, aufwändig saniert. Das war, so Semmler damals, „ungefähr doppelt so teuer wie ein Neubau.“
Brauen im Müser-Stammhaus
Semmler berichtete von Kellerfunden bei der Sanierung, die darauf hindeuteten, dass dies wahrscheinlich das Müser-Stammhaus gewesen und hier auch gebraut worden sei. Dazu passte dann auch das Kerzenlicht in der 1983 neuen Gastronomie. Elektrisches Licht wurde nur für die Putzfrau eingeschaltet.
Gastronomie ist hier nun allerdings ebenso Geschichte wie das inzwischen über 130 Jahre alte Haus: Hier ist schon vor langer Zeit eine Arztpraxis eingezogen.
Text und Foto: Eberhard Franken
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