Städteübergreifendes Naturschutzgebiet

Oberes Oelbachtal: Rundwegesystem geplant

Wenn etwas besonders schön ist – wie das Obere Oelbachtal -, muss es geschützt werden. Manchmal auch vor denen, die diese Schönheit genießen wollen. Weil sie es zu oft, zu ausgiebig oder aber einfach zu wild tun.

Naturschutzgebiet „Oberes Oelbachtal“

So ist das auch beim Naturschutzgebiet (NSG) Oberes Oelbachtal, das städteübergreifende Naturschutzgebiet an der Stadtgrenze zwischen Bochum und Dortmund. Der Besucherdruck sei hoch, sagt die Stadt Bochum. Und das liegt zum Teil auch daran, dass es bisher kein vernünftiges Wegenetz in diesem Naturschutzgebiet gibt.

Das habe auf beiden Seiten, in Bochum und Dortmund, zu einer Vielzahl wilder Trampelpfade durch das gesamte NSG, insbesondere auch durch sensible Röhricht- und Feuchtgebiete, geführt.

Gebiet gegenüber Störungen außerdordentlich empfindlich

„Da das Obere Oelbachtal besonders zur Brut- und Amphibienlaichzeit gegenüber Störungen äußerst empfindlich ist, stellen die zahlreichen freilaufenden und in den Amphibienlaichgewässern badenden Hunde eine zusätzliche erhebliche Beeinträchtigung dar. Hinzu kommen das Reiten außerhalb der ausgewiesenen Reitwege, gelegentliches Mountainbiking sowie in selteneren Fällen auch das Grillen und Campieren im Wald“, so die Stadt Bochum.

Die Trampelpfade entstünden vor allem durch Hundehalter, die anderen Menschen auf den Wegen nicht begegnen wollten. Dazu kamen Beschwerden und Anregungen von Anwohnern, die sich über illegales Parken auf Grünflächen aufregen. Jetzt soll ein entsprechendes Rundwege-Netz entworfen werden, um dem Treiben Einhalt zu gebieten.

Trampelpfade reduzieren

Trampelpfade sollen reduziert oder ganz beseitigt werden. Da denkt man über Sperren mit gefällten Bäumen nach oder aber gebundenen Ästen. Auch Pflanzungen sind möglich. Die Wege, die erlaubt sind, sollen nach den Plänen mit Schildern versehen werden, es werden Holzbrücken errichtet.

Schilder mit Piktogrammen sollen außerdem anzeigen, was erlaubt ist und was nicht. Vor allem aber sollen Menschen am besten ganz aus dem Quellbereich des Oelbachs herausgehalten werden, so die Stadt. Allerdings muss man sich noch mit der Stadt Dortmund abstimmen, die einen eigenen Wegeplan für ihr Stadtgebiet vorgelegt hat.

Fianzierung bisher noch unklar

Was auch noch geprüft werden muss: Wie wird das alles bezahlt? Das ist noch nicht klar.

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