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Gastgeber TV Wattenscheid 01

Medaillenregen bei den DM U16/U20

Die „Heimspiele“ im neuen Sportpark Lohrheide haben ihre erfolgreiche Fortsetzung gefunden: Bei den Deutschen U16/U20-Meisterschaften im eigenen „Wohnzimmer“ haben die Athletinnen und Athleten des TV Wattenscheid 01 Leichtathletik e.V. genau wie am Wochenende zuvor (DM U18/U23) überzeugen können. Insgesamt gab es zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze für den Wattenscheider Nachwuchs. Sprinter Alvin Mawumba gewann gleich zwei Einzel-Medaillen.

Bereits am ersten Tag hatte sich Favour Adesokan den Freitagabend mit der Goldmedaille im Diskuswurf versüßt und gezeigt, dass sie in ihrer Altersklasse Deutschlands beste Diskuswerferin ist. Die U18-Meisterin des letzten Jahres hatte bereits am Wochenende zuvor Silber in der höheren Altersklasse U23 gewonnen. Bis auf 53,43 Meter flog der Diskus, weiter kam niemand. Das bedeutete nicht nur den Sieg, sondern auch die sichere Nominierung für die U20-Weltmeisterschaften in Eugene (USA, 5.-9.August).

Gold, Silber und Bronze

„Ich habe dieses Jahr meine beste Saison, die ich je hatte, und freue mich schon seit Wochen auf die WM“, sagte Favour Adesokan nach dem Wettkampf den Kollegen von leichtathletik.de, „jetzt gehen wir noch einmal ins Training, dann werde ich in zwei Wochen zum ersten Mal bei den Frauen bei den Deutschen Meisterschaften starten und danach geht es direkt nach Eugene.“

Über 200 Meter gewann Alwin Mawumba am Sonntag die Goldmedaille in der U20-Konkurrenz – in neuer persönlicher Bestzeit von 21,32 Sekunden. Das hatte sich angedeutet – schon im Halbfinale hatte Alvin Mawumba eine neue Bestzeit aufgestellt (21,53). „Als ich an der 200 Meter-Marke stand, dachte ich: Oh Mann, ist das weit. Meine Beine waren richtig schwer, ich hatte viel Laktat. Aber im Finale habe ich dann gemerkt, dass ich auf Goldkurs liege und das hat mich dann getriggert. Schade, dass ich die WM-Norm knapp verpasst habe.“ Einen dritten Platz sicherte sich der Sprinter auch noch – über 100 Meter knackte der Wattenscheider einen Tag vorher endlich die „magische Marke“ von 10,50 Sekunden und kam in 10,36 ins Ziel. Die Siegerzeit vom Samstagabend, 10,14 Sekunden, wäre die Norm für die Europameisterschaften bei den Erwachsenen. „Ich bin stolz, dass ich zeigen konnte, was ich kann“, sagte Alvin Mawumba nach dem Rennen, „ich bin gut raus gekommen, nach hinten raus musste ich dann ziemlich hart kämpfen.“ Das mit dem Kämpfen hat sich gelohnt: Alvin Mawumba fährt ebenso wie Favour Adesokan zu den Weltmeisterschaften in die USA.

Silber und Bronze gab es für den TV 01 im Dreisprung der weiblichen U20 – und das jeweils mit neuen persönlichen Bestleistungen: Berenike Roos wurde mit 12,93 Metern Zweite. Vanessa Jaske überraschte mit einem Satz auf 12,61 Meter und holte sich mit diesem für sie sensationellen Sprung die Bronzemedaille. Berenike Roos hatte sich auch noch für das Weitsprung-Finale am Sonntagnachmittag qualifiziert – am Ende stand dort ein achter Platz mit einer Weite von 5,78 Metern, nach einem nicht gewerteten, aber eigentlich gültigen Versuch, der dann wiederholt werden musste.

Auch daneben gab es beim zweiten DM-Wochenende im Sportpark Lohrheide ansprechende Leistungen der Wattenscheiderinnen und Wattenscheider.

U20:

Sehr stark zeigte sich Julius Wegermann. Der Weitspringer wurde Vierter – und verpasste Bronze knapp, um 13 Zentimeter. Trösten konnte ihn aber die neue persönliche Bestleistung von 7,09 Metern. Maja Tröster schaffte es trotz einer neuen persönlichen Bestleistung von 24,80 Sekunden über 200 Meter nur ins B-Finale. Die Westfalenmeisterin wurde Sechste in neuer Bestzeit von 24,60 Sekunden. Über 100 Meter kam Maja Tröster ins Halbfinale und wurde dort mit 12,01 Fünfte. Der Vorlauf lief besser – da blieb die Uhr bei 11,87 stehen. Für Dominik Geldern war nach dem Vorlauf Schluss (7.Platz, 11,25 Sekunden). Im 200-Meter Halbfinale wurde er Sechster in 22,82. Malin Bornemann schaffte es ins 400-Meter-Finale und wurde dort Achte, mit einer Zeit von 57,82 Sekunden. Alyssa Kauder lief im Finale über 3000 Meter Hindernis auf Rang dreizehn. Nils Deppe schied als Siebter im Halbfinale über 800 Meter in 1:58,04 aus. Die Sprint-Staffel der weiblichen U20 mit Samary Davies, Maja Tröster, Dreispringerin Vanessa Jaske und Lani Halemeier kam auf Platz neun, in 47,01 Sekunden.

U16:

Bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften überhaupt (In den Altersklassen darunter wird keine DM durchgeführt) konnten die Wattenscheider und Wattenscheiderinnen in der Altersklasse U16 wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Emma König kam über die 300 Meter ins Finale und wurde in 42,28 Sekunden Achte. Im Halbfinale war sie mit 41,57 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung gerannt. Benedikt Böhme wurde im Halbfinale über 300 Meter Hürden Sechster (42,86 Sekunden). Richard Bo Lucius kam über 1500 Meter Hindernis auf Platz 16, in neuer „PB“ von 4:45,77. Die U16-Sprint-Staffeln wurden bei den Jungen (Jan Prokhorov, Benedikt Böhme, Ben Senger, Moritz Römer) Siebzehnte in 46,79 Sekunden, die Mädchen (Emily Hofmann, Klara Mehler, Eclin Yumrukas, Pia Okorn) auf Platz 43, in 52,33. 

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