Schulprojekt

Kunstunterricht: Schüler verschönern Stromkästen

Als Abschlussarbeit kann man das bezeichnen, was die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 A von der Hasselbrink-Schule an der Ecke Hauptstraße/Hasselbrinkstraße abgeliefert haben, indem sie rund um das neue Belia-Seniorenheim Strom- bzw. Verteilerkästen bemalten.

Kunstlehrerin Inge Salin, die sich über die bis dahin hässlichen und mit ebensolchen Parolen beschmierten Kästen ärgerte, hat sich in Gesprächen mit der Heimleitung und den Stadtwerken für eine Verschönerung eingesetzt und dort Unterstützung gefunden.

Projekt als Abschlussarbeit

Die engagierte Pädagogin sorgte gewissermaßen auch noch dafür, dass die Kunstwerke als doppelte Abschlussarbeit gelten können, denn nicht nur die Hasselbrink-Absolventen werden am Ende des Schuljahres entlassen, sondern, sagt sie, „auch ich beende in wenigen Tagen meine berufliche Tätigkeit.“

„Wir haben versucht“, ergänzt die Lehrerin, „die drei Farben aus dem Logo der Belia Altenheime mit einzubringen.“ Schüler Louis Illgen, der nicht nur nach der Meinung seiner Lehrerin ein ganz feines Händchen für Zeichnungen und Farben hat, sitzt beim Pressebesuch vor dem Verteilerkasten der Stadtwerke und ist zufrieden mit seiner Arbeit.

Die zehn Absolventen der Klasse 10 A haben im Übrigen alle schon eine Lehrstelle oder einen Platz im Berufskolleg für die Fortsetzung ihrer Ausbildung gefunden. Einige beenden die Hauptschule sogar mit Qualifikation – und das freut nicht nur die malenden Absolventen, die sich in einer „Kunstpause“ einige von Frau Salin spendierte Pizzen schmecken lassen.

Bericht und Fotos von Eberhard Franken

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