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Hochbeete bilden grüne Oase
Salat, Tomaten, Chilis, frische Kräuter und vieles mehr wachsen seit Kurzem auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft „Auf der Heide 32” in Bochum. Studierende des Studiengangs „Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik” der Evangelischen Hochschule Bochum (EvH Bochum) haben gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern acht Hochbeete aufgebaut – und damit einen lebendigen Begegnungsraum geschaffen, der die Lebensqualität der Menschen vor Ort spürbar verbessert.
Geflüchtete Menschen sind durch Fluchtgründe und -erfahrungen sowie durch belastende Situationen bei und nach der Ankunft einem hohen Risiko für ihre psychische Gesundheit ausgesetzt. „Aus unserer Sicht besteht damit auch gesundheitlicher sowie heil- und inklusiv-pädagogischer Handlungsbedarf”, erklärt Dr. Hendrik Baumeister, Professor für „Inklusive Quartiersentwicklung” an der EvH Bochum, der das Projekt betreut. Grünräume gelten in der Forschung seit Langem als wichtige Gesundheitsressource und Urban Gardening wird erfolgreich als Maßnahme zur Stressreduktion und Teilhabeförderung eingesetzt – mit diesem „Leuchtturmprojekt“ nun auch in einer Unterkunft für geflüchtete Menschen in Bochum.



Positive Wirkung
Die Idee entstand ursprünglich im Rahmen einer geplanten Forschungskooperation der TH Augsburg und der EvH Bochum. Der Träger der Unterkunft PlanB Ruhr begrüßte das Projekt ausdrücklich und aus ersten Gesprächen heraus stellte das Umweltamt der Stadt Bochum acht Hochbeete zur Verfügung. Schon am ersten Tag zeigte das Projekt positive Wirkung: Die Bewohnerinnen und Bewohner halfen beim Aufbau, gemeinsam wurde gekocht und gegessen, mit den Kindern Steine und Schilder für die Beete bemalt und der neue Gartenbereich verschönert. Fachlich begleitet wurde die Installation von Mitarbeitenden des Tafelgartens der GAFÖG.
„Wir wollen grüne Orte schaffen, an denen die Menschen sich begegnen und das Leben in der Unterkunft aktiv mitgestalten können”, sagt Bachelorstudent Christopher Moyzio. Nabila, eine der Bewohnerinnen, bringt es auf den Punkt: Das frische Gemüse und die Kräuter direkt vor der Tür seien für sie ein Stück Heimat.
Bewohner übernehmen
Die Pflanzen in den Hochbeeten sind gut angegangen und wurden von den Bewohnerinnen und Bewohnern gut gepflegt und bewässert. Schon nach sieben Wochen konnten Kohlrabi, Blattsalat und Minze geerntet werden. Bald werden sie sich auch über frische Tomaten, Chilis und Gurken freuen können.
Kooperationen und Unterstützung
Das Projekt wurde in Kooperation mit der Stadt Bochum (insb. Umwelt- und Sozialamt sowie Technischer Betrieb), dem Tafelgarten der GAFÖG und dem sozialen Träger PlanB Ruhr entwickelt und umgesetzt. Weiterer Dank gilt benachbarten Akteuren im Quartier wie Bäckerei Schmidtmeier, Baustoffhandel Bauking und REWE Lenk. Zudem freut sich das Projekt über Material, Pflanzen und Saatgut u.a. von Dehner Garten-Center Witten, Hagebaumarkt Ziesak, Bauhaus Hofstede, Schley’s Blumenparadies.
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