SPD im Rat

Haus des Wissens: SPD lobt neu vorgestellte Pläne

Haus des Wissens – der Name steht noch nicht fest. Fest steht hingegen, dass im Telekomblock gegenüber des Rathauses Spannendes passieren wird. Was das ist, stellte die Verwaltung Anfang Juni vor.

Die Verwaltung stellte die Ergebnisse der sogenannten Vorentwurfsplanung am 4. Juni in der Jahrhunderthalle vor. Geladen: die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Bildung, des Ausschusses für Kultur und Tourismus sowie des Integrationsausschuss. „Die Pläne sind enorm vielversprechend“, erklärt Deborah Steffens, kulturpolitische Sprecherin der SPD im Rat. „Besonders beeindruckt bin ich vom Büchereikonzept. Wo heute noch ein in die Jahre gekommener Computerraum seinen Dienst verrichtet, verwandelt sich das Haus des Wissens in einen einzigen riesigen Computerraum, mit mobilen ausleihbaren Endgeräten und stabilem WLAN für alle.

Jüngere und Junggebliebene können sich über Spielekonsolen freuen und Kreative über den Open Space“, sagt die Ratsfrau. „Das Besondere an dem Konzept ist wohl, dass es stellenweise kein Konzept gibt. Das Haus des Wissens soll sich ständig wandeln und den Bedürfnissen der Bochumerinnen und Bochumer Rechnung tragen. In Zukunft sind Nähecken ebenso möglich, wie die Arbeit mit 3-D-Druckern oder Aufnahmen in Mini-Tonstudios. Es ist eben kein Ort des reinen Medienkonsums, sondern auch des Lernens und Schaffens. Ich bin mir sicher, dass das Haus des Wissens so ein Ort für wirklich fast alle Menschen unserer Stadt werden kann.“

Offene Architektur beeindruckt

Dr. Bastian Hartmann, schulpolitischer Sprecher der SPD im Rat, nennt weitere Besonderheiten: „Die offene Architektur wird im Haus des Wissens auf ein völlig offenes Raumkonzept treffen, welches ebenso flexibel ist, wie die inhaltliche Aufstellung. Ein Raum, der morgens noch von der VHS als Seminarraum genutzt wird, könnte mittags der Bibliothek zur Verfügung stehen und abends dann von Bürgerinnen und Bürgern angemietet sein.

Dazu sollen die Räume 24 Stunden zur Verfügung stehen“, erklärt Hartmann. „So undogmatisch die Raumnutzung ist, so undogmatisch ist der Umgang mit Essen und Trinken. Im gesamten Haus des Wissens sollen die Menschen essen und trinken dürfen. Dieses Konzept harmoniert wunderbar mit der angegliederten Markthalle und kann eine ganz besondere Kaffeehaus-Atmosphäre schaffen. Dazu trägt übrigens auch die geplante Gastronomie auf der Dachterrasse bei, die, wie das gesamte Haus, barrierefrei sein soll“, sagt Hartmann. „Wenn sich wirklich alle ambitionierten Pläne umsetzen lassen, wird sich das Haus des Wissens zu einem Leuchtturmprojekt weit über die Grenzen Bochums hinaus entwickeln.“

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