Der TuS Harpen wächst und gedeiht

Am Steffenhorst: Ein größerer Parkplatz soll helfen

Der TuS Harpen wächst und gedeiht – das merkt man auch in der direkten Nachbarschaft des Clubs. Häufig zum Verdruss der Anwohner.

Der Verein hat derzeit mehr als 500 Mitglieder, 19 Mannschaften in den Bereichen Damen, Herren und Jugend spielen aktiv auf der Sportplatzanlage Steffenhorst. Das bedeutet: viel Verkehr durch Aktive zu Trainings- und Spielzeiten, Parksuchverkehr, Eltern, die Kinder abholen und bringen, zugeparkte Wege.

Winzige Straße „Am Steffenhorst“

Nur leider gibt das die winzige Straße Am Steffenhorst eigentlich gar nicht her. Der Parkplatz vor dem Sportplatz hat über den Daumen eine Kapazität von etwa zwölf Fahrzeugen. Offiziell sind es rund 15, aber wahrscheinlich war bei der Berechnung die Existenz von SUVs noch nicht bekannt.

Wie sagt man so schön: Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Denn: Schuld ist die Modernisierung der Anlage. Eine gute Infrastruktur lockt neue Mitglieder; Vereine, die Jugendlichen nur einen schnöden Aschenplatz bieten können, verlieren seit Jahren Spieler. Zum Teil sind ganze Jugendabteilungen bei uns in Bochum geschlossen worden, weil es nur rote Asche gab.

Bau eines Kunstrasenplatzes in 2017

Die Anlage wurde 2017 mit Unterstützung der SPD-Bezirksfraktion Bochum-Nord zu einem Kunstrasenplatz ausgebaut, so dass seit der Saison 2017/2018 wieder alle Mannschaften des Vereins dort trainieren und spielen können. Und das ist, wenn nicht gerade Pandemie-Bedingungen herrschen, eigentlich ein Dauerbetrieb: Trainiert wird von Montag bis Freitag, vom Nachmittag bis in die späteren Abendstunden, am Wochenende wird gespielt, an beiden Tagen, oft den ganzen Tag lang.

Und alle müssen durch das Nadelöhr Am Steffenhorst, eine Straße, die zum Teil einspurig geführt und dazu noch ein verkehrsberuhigter Bereich ist.

Die SPD Bochum-Nord hat jetzt zumindest erkannt, dass es unter diesen Bedingungen, gerade für die Anwohner, keine so gute Idee war, den Harpener Sportplatz aufzupimpen. „An Trainingstagen und an Spieltagen reicht dieser Parkplatz in der Regel nicht aus“, hat sie der Stadtverwaltung geschrieben. Also eigentlich an keinem Tag in der Woche. Weil es ja auch nicht nur die Harpener Sportler sind, die dort nach einem Plätzchen für ihr Auto suchen, an den Spieltagen gesellen sich auch noch Gastmannschaften dazu.

Die Idee: den Parkplatz vergrößern, Einstellplätze schräg anlegen, alles unter ökologischen Bedingungen, also ohne Flächen zu versiegeln. Von einem größeren Parkplatz würden auch die Besucher des Maiabendfests profitieren, sagt die SPD.

Für die Anwohner der Straße Am Steffenhorst bedeutet das aber auf keinen Fall weniger Autoverkehr.

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