Lotto-Laden am Neggenborn nach 66 Jahren übergeben
Jürgen Moshage (76) hat viel zu erzählen
Man geht niemals so ganz… Jürgen Moshage (76) hat sein Lottogeschäft am Neggenborn nach 37 Jahren in jüngere Hände gegeben. Seinen treuen Kunden bleibt der Menschenfreund aber vorerst an drei Vormittagen weiterhin als beliebter Gesprächspartner erhalten.
Das Lottogeschäft war 66 Jahre lang im Besitz der Familie Moshage. Die Eltern von Jürgen Moshage hatten es 1960 an der Ecke Baroper Straße eröffnet, schon der Urgroßvater hatte einen Tabakladen.1975 vergrößerte man sich am Neggenborn. Jürgen Moshage gab 1989 seinen Job im Verwaltungsstab einer Versicherung in Wuppertal auf, übernahm das Geschäft und erweiterte es um ein Reisebüro.
Urlaub gerettet, Kinder erfreut
Der Plausch mit seinen Kunden über Fußball, sein Viertel und die Welt haben dem sympathischen Langendreerer immer viel Spaß gemacht. Wünsche nach besonderen Fachzeitschriften für Angeln, Eisenbahnen oder Hardrock erfüllte er gerne, für Kinder gab es immer Bonbons.

Beim kleinen Abschiedsfest mit Mettbrötchen, Kuchen und Fiege Bier wurde so manche Anekdote aus fast 30 Jahren erzählt: Wie einmal der Lotto-Laden mit Gartenmöbeln zugestellt war, weil der Bestellzettel mit der Adresse verloren gegangen war. Es dauerte, bis die Kunden ihre Gartenmöbel endlich abgeholt hatten. Oder wie Jürgen Moshage mit seiner Frau Angela früh morgens nach einer Feier ins Geschäft fuhr, weil Freunde ihre Flugtickets zuhause hatten liegen lassen: Nur mit der Buchungsnummer durften sie an Bord.
Nachfolge geregelt
Jetzt ist der Langendreerer froh, mit Delwar Hamid einen Nachfolger gefunden zu haben, der bereits ein Lottogeschäft betreibt. „Dadurch ging alles schnell und reibungslos.“ Da seine Frau noch berufstätig ist, hilft Jürgen Moshage gerne noch im Geschäft aus. „Entspannt und ohne jegliche Verantwortung.“ Aber mit viel Freude am Plausch mit den Kunden.
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