Zum Hauptinhalt springen

Beamte machen alles zu Fuß.
Es gibt nicht mal ein Fahrrad!

Bezirksdienst: Drei Polizisten wachen über den Bochumer Norden

Das Sicherheitsgefühl der Menschen schwindet. Auch im Bochumer Norden. Das mag zum einen daran liegen, dass unsere Gesellschaft immer schneller altert und sich immer mehr immer weniger zutraut.

Und zum anderen an den zigtausenden Horrormeldungen und Miesepetereien, die tagtäglich auf uns einprasseln. „Dabei spiegeln die Zahlen nicht das Gefühl, das gilt für alle Bereiche“, der das sagt, muss es wissen: Jörg Freitagsmüller ist nicht nur Polizei-Hauptkommissar, sondern auch einer der drei Bezirksbeamten im Bochumer Norden, zuständig für den Bereich Hiltrop/Bergen. 

Polizeidienstzimmer im Amtshaus Gerthe

Der Bezirksdienst der Bochumer Polizei sitzt im Amtshaus Gerthe, Zugang über die Seitentür. Neben Freitagsmüller sind der Bezirksdienst Hauptkommissar Michael Sonntag, zuständig für Gerthe, und Nicole Venus-Draheim, ebenfalls Polizei-Hauptkommissarin, die die Stadtteile Harpen und Rosenberg betreut. Wer die drei erreichen will, braucht eine gute Uhr und ein gutes Zeitmanagement: Die Sprechstunde der Polizei in Bochum Nord ist montags bis freitags genau eine Stunde, von 11 bis 12 Uhr. „Es kann aber auch mal sein, dass zu ist“, sagt Nicole Venus-Draheim, „wir haben auch mal andere Aufgaben und sind viel unterwegs.“ Zu diesen Aufgaben gehören die Verkehrssicherung, zum Beispiel auf Schulwegen, der Objektschutz, waffenrechtliche oder auch Aufenthalts-Ermittlungen. 

Auf Streife in Bochum Nord

Ansonsten wird viel Streife gegangen. Das tut jeder der drei in seinem Bereich, immer allein, immer zu Fuß. Denn: Ein Fahrzeug hat der Bezirksdienst nicht, noch nicht mal ein Fahrrad. Vom Amtshaus zum Rosenberg geht es dann halt mit dem Bus. Im „sozialen Brennpunkt“ sind dann auch mal gezielte Gespräche nötig, wenn es mal wieder Ärger gibt, mit allen: den Betroffenen, den Jugendlichen und den Geschäftsleuten. 

Davon abgesehen ist der Bochumer Norden nicht unbedingt ein Kriminalitäts-Hotspot: Pro Monat gibt es so etwa eine bis zehn Anzeigen, bis vor ein paar Jahren wurde noch eine Strichliste geführt. 

Für die drei aber ist der Polizeijob ein Traumjob. „Das ist der schönste Beruf der Welt!“, sagt Nicole Venus-Draheim, „keiner ist so lebensnah. Wir sind Ansprechpartner für alles.“ Die Arbeit im Polizei-Bezirksdienst ist und soll eng an den Leuten sein. Vom Kind, das unerlaubt Knaller nach Silvester wirft, bis zum Aufpassen auf dem Weihnachtsmarkt ist alles dabei.

Schlagwörter


  • Glasfaser Ruhr
  • Stadtwerke Bochum
  • Sportjugend Bochum
  • USB Bochum
  • Volksbank Bochum Witten EG